Foto-Fehler "Breitbart" entfernt Podolski-Foto

Lukas Podolski beim Jetski-Ausflug 2014 vor der Küste Brasiliens.

(Foto: dpa)
  • Das ultrarechte Internetportal Breitbart hat einen Bericht über Schleuserkriminalität mit einem Foto bebildert, das Lukas Podolski zeigt.
  • Nach zahlreichen Leserhinweisen wurde das Foto entfernt, die Betreiber der Seite haben sich mittlerweile bei dem deutschen Fußballweltmeister entschuldigt.
  • Podolski prüft, mit einem Anwalt gegen die Seite vorzugehen.

Doch kein Schleuser: Das erzkonservative Internetportal Breitbart hat sich dafür entschuldigt, ein Foto Lukas Podolskis als Symbolbild für Schleuserkriminalität verwendet zu haben. Es gebe keine Beweise, dass Podolski zu einer Schlepperbande gehöre oder selbst Flüchtling sei.

Breitbart wird seit wenigen Tagen wieder von Stephen Bannon betrieben, der bis vor kurzem noch als Berater für US-Präsident Donald Trump tätig war. Der britische Ableger der Seite hatte am Freitag einen Bericht über Schleuserkriminalität in Spanien mit einem gut gelaunten Lukas Podolski bebildert. Das Foto, das den 32-Jährigen als Mitfahrer auf einem Jetski zeigt, mit Sonnenbrille und zum Victory-Zeichen gespreizten Fingern, stammt von der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

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In dem Artikel wird behauptet, die spanische Polizei habe einer Gruppe von Schleusern das Handwerk gelegt, die Flüchtlinge per Jetski über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien gebracht haben sollen. In der Kommentarspalte regten sich Nutzer darüber auf, wie sich ein Flüchtling eine teure Sonnenbrille oder Marken-Sportshorts leisten könne - Podolski trägt auf dem Bild unter einer Schwimmweste das Trikot der deutschen Nationalmannschaft.

Am Sonntag wurde das Bild schließlich ausgetauscht, nachdem zahlreiche Leserkommentare und Medienberichte auf den Irrtum aufmerksam gemacht hatten.

Fußballweltmeister Podolski, der vor der Sommerpause von Galatasaray Istanbul zum japanischen Verein Vissel Kobe gewechselt ist, will sich die Verwendung seines Fotos in dem Zusammenhang nicht gefallen lassen. Er hat einen Anwalt mit der Angelegenheit beauftragt.