Nach einer beispiellosen Hitzewelle kämpft Russland mit den Folgen: Feuersbrünste kosten immer mehr Menschen das Leben, ganze Dörfer brennen nieder.
Sie sind rot, blau oder grün, aus Holz, oft reichlich verziert - und ein leichtes Opfer der Flammen. Mehr als 1200 Häuser sind allein im europäischen Teil Russlands in den vergangenen Tagen zum Opfer der Feuersbrunst geworden. Die Zahl der Toten ist auf über 30 gestiegen. Russlands beispiellose Hitzewelle hat einen großen Teil des Landes erfasst. Am stärksten betroffen war bislang die Region um Nischnij Nowgorod, etwa 400 Kilometer östlich von Moskau.
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Zwei Männer vor ihrem völlig ausgebrannten Haus in Vyksa. (© REUTERS)
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Dort brannten ganze Dörfer nieder, weil starke Winde herrschten; 14 Menschen starben.
Ministerpräsident Wladimir Putin versprach unbürokratische Hilfe und sagte, dass bis zum Herbst die Häuser neu aufgebaut würden. Moskau will den obdachlos gewordenen Russen insgesamt etwa 200 Millionen Euro bereitstellen. Am Sonntag meldeten die Behörden zwar, dass im Raum Nischnij Nowgorod die Brände wieder unter Kontrolle seien. Dafür aber breitete sich das Feuer an anderer Stelle aus, unter anderem auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka. Das orthodoxe Oberhaupt Kirill bat bei einem Gottesdienst in Nischnij Nowgorod um Regen.
Insgesamt brannten in Russland 121 Tausend Hektar. Zur Verstärkung der mehr als 200.000 Feuerwehrleute hat Moskau auch etwa 2000 Soldaten eingesetzt. Präsident Dmitrij Medwedjew erklärte, "dies ist eine echte Naturkatastrophe, die höchstens alle 30 bis 40 Jahre passiert". In 14 Regionen ist der Notstand ausgerufen. Der russische Katastrophenschutz-Minister Sergej Schojgu sagte, "das Wichtigste ist nun, die Brände von den Städten, Dörfern und den wichtigsten Wirtschaftsobjekten wie Nuklearanlagen fernzuhalten".
Regierungschef Putin riet allen Bürgermeistern, die wegen des Kampfes gegen die Brände das Vertrauen ihrer Bevölkerung verloren haben, zum Rücktritt. In einigen Orten hatten die Menschen kritisiert, dass die lokalen Behörden nicht genug gegen die Katastrophe getan hätten. Die Zeitung Kommersant warf etwa dem Gouverneur von Rjasansk vor, dass er sich zu spät an das russische Katastrophenschutz-Ministerium gewandt hätte.
Ein Ende der Waldbrände in Russland war auch Sonntag noch immer nicht in Sicht. Die Temperaturen werden den Prognosen zufolge vorerst weiter bei mehr als 30Grad bleiben; nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnung hat es in dem Land eine derartige Dauerhitze gegeben.
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(SZ vom 02.08.2010/odg)
Analyse des DFB-Kaders
In den 70 ger Jahren gab es auch schon einmal so ein verherendes Feuer,es ist also nicht absolut neu. Auch ist das tueckische an so einen Torffeuer es frisst sich langsam von unten durch. Wie berichtet,wurden diese Gebiete frueher regelmaessig geflutet um so etwas zu verhindern,nach dem Zerfall der Sovietunion wurde das nicht mehr aus Kostengruenden gemacht. Nun stellt sich die Frage was waehre die bessere Loesung gewesen.