"Die mussten weg", sagte der Dreifachmörder von Schwalmtal über seine Opfer. Nun muss der 72-Jährige für den Rest seines Lebens in die Psychiatrie. Auch gegen seine Tochter wird ermittelt.

Für das Blutbad von Schwalmtal muss der dreifache Mörder sehr wahrscheinlich den Rest seines Lebens in einer Psychiatrie verbringen. Das Landgericht in Mönchengladbach verurteilte den 72-Jährigen wegen Mordes an zwei Rechtsanwälten und einem Gutachter zu 15 Jahren Haft und ordnete seine unbefristete Einweisung in eine geschlossene psychiatrische Anstalt an.

Mordprozess, Amoklauf Schwalmtal, dpa

Selbst nach Ansicht seines Verteidigers "unbeirrbar in seinem Wahn": der Dreifachmörder Hans P. vor der Urteilsverkündung. (© Foto: dpa)

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"Er ist gefährlich und bleibt es weiterhin für alle, die jemals mit ihm zu tun haben sollten", sagte der Vorsitzende Richter Lothar Beckers. Gutachter hatten den Angeklagten wegen seiner Wahn-Vorstellungen als nicht therapierbar eingestuft.

Der Rentner aus Unna hatte an ein Komplott gegen seine Familie geglaubt und für die vermeintliche Verschwörung nach Worten Beckers "unbarmherzig und ohne Reue" Rache genommen.

Hans P. hatte gestanden, die Männer im August 2009 in der Kleinstadt Schwalmtal nahe der holländischen Grenze erschossen zu haben.

"Für mich war das richtig. Die mussten weg und Feierabend", hatte der Rentner freimütig vor Gericht gesagt. "Die sind ja selber schuld gewesen."

Die Gutachter sollten nach einem jahrelangem Familienstreit den Wert des Hauses seiner Tochter ermitteln. Es sollte zwangsversteigert werden. Ein weiteres Opfer konnte von drei Kugeln getroffen aus dem Haus robben und überlebte.

Der Rentner habe geglaubt, seine Opfer seien alle korrupt und manipulierbar, sagte Beckers. Der Täter sei zwar wegen seiner paranoiden Erkrankung vermindert schuldfähig, habe aber gewusst, was er anrichte.

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