7. Februar 2013, 11:11 Wetter im Karneval Bützen im Schnee

Im zarten Feenkleid zum Karneval nach Köln? Besser nicht. Meteorologen erwarten für die kommenden fünf Tage Temperaturen von bis zu minus zwei Grad und Schneefälle. Also: Kostümwahl vielleicht noch mal überdenken.

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Helau und Alaaf! Heute um 11:11 Uhr startet der fünftägige Karnevalsmarathon in Deutschland. Schwerpunkt der närrischen Feierei sind dabei traditionell die Städte Mainz, Köln und Düsseldorf. Seit Wochen bereiten sich Jecken zwischen Kiel und München auf die tollen Tage vor. Kostüme wurden gekauft oder in mühsamer Kleinstarbeit zu Hause selbst gebastelt.

Noch strahlt die Sonne über Köln, doch so wie es aussieht, müssen sich die Feierfreudigen damit abfinden, dicke Winterjacken über ihre Verkleidungen anzuziehen. Denn: Es wird kalt an Karneval. Nasskalt. Und Ungemütlich. "Wir erwarten in Köln für heute Schnee, Graupel und vereinzelt Gewitter", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes auf Süddeutsche.de-Anfrage. Doch nicht nur die Metropole des deutschen Karnevals ist davon betroffen. "Das gilt für Gesamtdeutschland", so der Experte weiter. Bei Temperaturen zwischen null und fünf Grad ist es daher nicht unbedingt ratsam, Karneval draußen zu feiern - es sei denn, man steckt in einem warmen Ganzkörper-Plüschkostüm.

Bis einschließlich Sonntag müssen sich die Karnevalisten auf einen stetigen Wechsel aus Sonnenschein und Scheeschauern einstellen - es wird sogar noch kälter. "Am Samstag erwarten wir Temperaturen von minus zwei Grad", heißt es vom Deutschen Wetterdienst.

Bis zu vier Grad an Rosenmontag

Für Rosenmontag, den Tag der traditionellen Karnevalsumzüge, prognostizieren die Meteorologen leichte Schneefälle bei Temperaturen zwischen minus einem und vier Grad. "Da wird es nasskalt, aber nicht winterlich. Der Schnee wird wohl nicht liegen bleiben."

Bei diesen Aussichten bleibt den Narren wohl nichts anderes übrig, als sich warm einzupacken, den Regenschirm nicht nur zum Auffangen der Kamelle mitzunehmen, sich zum Feiern ein warmes Plätzchen in Kneipen und Klubs zu suchen und möglichst viele "Bützchen" (Kölscher Ausdruck für "Küsschen") zu verteilen - und so wenigstens die Herzen zu wärmen.