Wiesn-Übergriff Grüne kritisieren Münchner Polizei für sexistische Wortwahl

In einem Wiesn-Bericht der Beamten wurde ein Griff unter den Rock als "spaßig gemeint" und der Täter als "kecker Bursche" bezeichnet.

Von Susi Wimmer

Nach den Übergriffen von Köln mahnt Grünen-Stadtrat Dominik Krause mehr Sensibilität bei der Debatte über sexualisierte Gewalt an und kritisiert die Münchner Polizei. Sie habe in einem ihrer Wiesn-Presseberichte Ende September einen Fall von sexueller Nötigung bagatellisiert.

Darin wurde ein Griff unter den Rock als "spaßig gemeint" bezeichnet und der Täter als "kecker Bursche". Die Meldung ging an die Münchner Medien und war noch am Sonntag im Internet zu lesen.

Was die Münchner Polizei dazu sagt

Auf die Beschwerde eines Journalisten hatte sich die Polizei damals sofort entschuldigt. Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Polizei, sagte am Sonntag, er sei bestürzt darüber, "dass dieser vermeidbare und unsachliche Einzelfall als Beleg für einen sorglosen und systemischen Umgang der Münchner Polizei mit dem Thema genutzt wird".

Das Gegenteil sei der Fall: "Unsere Mitarbeiter gehen äußerst sensibel mit der Thematik um." Der Bericht im Netz werde sofort geändert.

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