Acatech soll in Lotterieverwaltung Verstimmung im Wissenschaftsministerium

Im Wissenschaftsministerium sorgte Seehofers Vorgehen für Verstimmung. Dort wurde der Fall so dargestellt, dass die Anmerkungen vom Rechnungshof selbst nicht weiterverfolgt worden seien, wegen der seit Langem unklaren Zukunft des Hauses. Der ORH wiederum erklärte, erst vor einigen Tagen habe das Wissenschaftsministerium eine neue Stellungnahme geschickt. "Die ist aus unserer Sicht nicht zufriedenstellend", sagte ein Sprecher.

Raimund Lammersdorf, der Geschäftsführer des Amerika-Hauses, wies die Vorwürfe des ORH zurück. "Der Bericht stellt die Arbeit des Amerika-Hauses unrichtig dar", erklärte er - die Kritik, die auch die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit betroffen habe, könne in allen Punkten widerlegt werden. Den Standortbeschluss des Kabinetts begrüßte Lammersdorf. "Ich glaube, dass nun alle Seiten als Gewinner aus der Debatte hervorgehen."

Seine neue Position zum Amerika-Haus kann Ministerpräsident Seehofer am Donnerstag in Berlin gleich den amerikanischen Partnern erklären: Sein Terminplan sieht für 17.30 Uhr ein Treffen mit US-Botschafter Philip D. Murphy vor.