Ude greift IOC an Olympische Dorf - noch nicht verloren

Ude ärgert sich allerdings nicht über die Niederlage an sich, sondern über den deutlichen Abstand zum Sieger Pyeongchang, der fast dreimal so viele Stimmen eingeheimst hat wie München. Das habe alle überrascht, zumal man mit dem IOC-Vizepräsidenten Thomas Bach eigentlich über eine hervorragende Informationsquelle aus olympischen Kreisen verfügt habe. "Bach hat sich getäuscht", bedauert Ude. Der ehemalige Fechter sei bei der Bekanntgabe des Ergebnisses selbst völlig fassungslos gewesen.

Wie auch schon Grüne, CSU und FDP sprach sich Ude dafür aus, trotzdem mehrere der für Olympia geplanten Infrastrukturprojekte zu verwirklichen. So sei es "unstrittig", dass München eine neue Mehrzweckhalle benötige. Aus finanziellen Gründen hält der OB allerdings nur den Bau einer Arena für gerechtfertigt - für München 2018 waren zwei geplant. Man müsse überlegen, inwieweit sich die Basketballer des FC Bayern München und die Eishockeyspieler vom EHC München eine Arena teilen könnten.

Auch das Olympische Dorf hält Ude noch nicht für verloren. Als die Grundstücksverhandlungen stattfanden, sei die Bundeswehrreform noch nicht abzusehen gewesen. Ude hat bereits vor einiger Zeit in einem Brief ans Bundesverteidigungsministerium Interesse an sämtlichen freiwerdenden Arealen bekundet. Dazu zählt auch die Fläche an der Dachauer Straße. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass die Bauten bei einer zweiten Bewerbung als Olympisches Dorf zur Verfügung stünden.

Ude fordert zudem den Bund auf, endlich die Finanzierung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke zu sichern. Dieses Projekt müsse "völlig unabhängig" von Olympia gesehen werden.

München weint

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