Der Tierschutzverein Peta moniert Mängel bei Tierhaltung. Ein Zirkus-Krone-Sprecher bezeichnete die Vorwürfe als "Schnee von gestern".
Der Tierschutzverein Peta hat am Donnerstag auf einer Pressekonferenz erneut schwere Vorwürfe gegen den Circus Krone erhoben und stützt sich dabei auf nach eigenen Angaben bisher unveröffentlichte Behörden-Unterlagen, die zum großen Teil aus Nordrhein-Westfalen stammen. Laut Peta stellten 2008 Vertreter der Veterinärämter Minden-Lübbecke und Paderborn sowie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW bei nahezu allen Tierarten eine nicht artgerechte Haltung, Bewegungsmangel oder Verhaltensauffälligkeiten fest.
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Das Circus-Krone-Zelt auf der Theresienwiese im Jahr 2006. (© Archiv-Foto: Hess)
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Diese äußerten sich laut Peta und einem Gutachten des LANUV besonders gravierend bei den Elefanten und Pferden im Zirkus, die fast alle "weben" würden. Tiere die weben, vollführen teilweise rhythmische und schaukelnde Bewegungen, die sich monoton wiederholen. Die Verhaltensauffälligkeit ist bislang hauptsächlich an Tieren in Gefangenschaft beobachtet worden.
"Wir wollen zeigen, dass auch größte Zirkusbetriebe wie der Circus Krone Tiere und vor allem exotische Wildtiere nicht artgerecht halten können", sagt dagegen Andrea Müller von Peta. Sie ist Projektleiterin der Campagne "Wildtiere raus aus dem Zirkus" und fordert ein generelles "Wildtierhaltungsverbot".
Auflagen des KVR
Circus-Krone-Sprecher Frank Keller weist die Vorwürfe der Tierquälerei vehement zurück. Am Mittwoch hatte der Zirkus seinerseits Peta wegen "übler Nachrede" angezeigt. "Wir richten uns doch nicht nach einer Organisation wie Peta", sagt Frank Keller vom Circus Krone: "Ausschlaggebender sind die Besucher, die Tiere und Wildtiere in einem Zirkus sehen möchten, dass zeigen auch Umfragen." Die Vorwürfe von Peta bezeichnet er als "Schnee von gestern".
Ihn interessiere nicht "der Mist", den irgendwelche Behörden oder vereinzelte Tierärzte behaupteten. Zu den amtlichen Gutachten aus NRW möchte er sich nicht äußern. Die Haltung der Zirkustiere bei Krone entspreche nicht bloß den allgemeinen Leitlinien, sagt er, sie würden in vielen Fällen sogar übertroffen. Im März dieses Jahres kam es bei einem Treffen im Münchner Kreisverwaltungsreferat, an dem auch Vertreter des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie des LANUV aus NRW anwesend war, zu einem Auflagenbescheid mit fast 100 Klauseln zur Haltung einzelner Tierarten beim Circus Krone, berichtet Sebastian Groth, Abteilungsleiter im KVR. Manche Punkte wie Ankettungs- und Auslaufzeiten habe das KVR beanstandet, andere Punkte habe Krone selbst erkannt.
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(SZ vom 18.09.2009/pfau)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
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Tiere gehören nicht in den Zirkus, sondern in die freie Wildbahn. Der Lebensraum "Zirkus" ist für die Tiere viel zu klein. Großkatzen z.B. stoßen nach einigen Schritten an Gitterstäbe, zwischen denen sie stundenlang verzweifelt hin und her streichen. Bären wiederum, eine von Natur aus sehr neugierige Art, leiden vor allem unter der Monotonie des Zirkusalltags. Und an Perversion grenzt die Haltung von Seelöwen: Tiere, die in freier Wildbahn bis zu 100m tief tauchen, müssen ihr Leben in umgebauten LKW's fristen. Hinzu kommt bei allen Tieren der krank machende Streß durch die ständigen Transporte und Auftritte vor klatschendem und johlendem Publikum. Deswegen sollte man in Zirkusse gehen, in denen nur Menschen auftreten, wie den Chinesischen Zirkus, Cirque du Soleil oder Flic Flac.
Tiere auf diese Art zur Schau zu stellen ist längst nicht mehr zeitgemäß. Ich besuche jedenfalls keinen Zirkus mit Tiervorführungen mehr. Die Kunststücke, die die Tiere auf engstem Raum zeigen, müssen nicht sein. Auch wenn Tierhaltungsvorschriften eingehalten oder sogar übertroffen werden, ist das alles nicht nötig und wird den Tieren nicht gerecht.
so lange es menschen gibt, die dafür zahlen, daß raubtiere durch brennende reifen springen...