Starnberg/Berlin B2-Tunnel bleibt im Bedarf

Ministerium veröffentlicht Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030

Mit Spannung ist der Entwurf aus dem Bundesverkehrsministerium erwartet worden, am späten Mittwochnachmittag wurde der Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) ins Internet gestellt. Aus Starnberger Sicht geht es um zwei Projekte: Der Entlastungstunnel für die Bundesstraße 2 findet sich weiterhin in der Auflistung der Verkehrsprojekte, jetzt allerdings in der Rubrik "Neue Vorhaben - Weiterer Bedarf mit Planungsrecht", teilte CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan mit. Der sechsstreifige Ausbau der A 96 im Bereich Wörthsee und Oberpfaffenhofen ist im vordringlichen Bedarf zur Engpassbeseitigung eingestuft, der Ausbau von Oberpfaffenhofen bis Germering-Süd ist als fest disponiertes Projekt zur Engpassbeseitigung berücksichtigt.

Bayern bekommt milliardenschwere Unterstützung: Am Aus- und Neubau von Straßen und Autobahnen will sich die Regierung mit 11,38 Milliarden Euro beteiligen, gab Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bekannt. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren 264,5 Milliarden Euro in Straßen, Schienen und Wasserwege investiert werden, knapp die Hälfte davon sind für Autobahnen und Bundesstraßen vorgesehen. Im vordringlichen Bedarf sind etwa 1000 Projekte, die eine realistische Chance auf Verwirklichung haben sollen. Zu Entwurf und Umweltbericht ist vom 21. März bis 2. Mai 2016 eine Online-Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. Mit dem spätestens Anfang September erwarteten Beschluss des Bundeskabinetts über den BVWP 2030 als wichtigstes Steuerungsinstrument für die Verkehrsinfrastrukturpolitik wird der bisher gültige BVWP 2003 abgelöst.