Ramersdorf Historische Bilderreise

Der Arbeitskreis Stadteilgeschichte Ramersdorf feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Teil der Jubiläumsfeier ist die noch bis zum 13. Juli laufende Ausstellung "Ramersdorf im Wandel der Zeit - Mit ein paar Fotos fing alles an". Doch dabei wollen es Vereinsvorsitzende Renate Wirthmann und ihre Mitstreiter nicht bewenden lassen: Mit dem Lichtbildervortrag "Vom Dorf zum modernen Stadtviertel" wollen sie am Donnerstag, 1. Juni, um 18 Uhr möglichst viele Menschen, die sich für Ortshistorie interessieren, in die Stadtbibliothek Ramersdorf an der Führichstraße 43 locken.

In einem Wechsel von historischen Bildern, einigen Tondokumenten und erläuternden Erzählungen der Vereinsvorsitzenden gibt der Arbeitskreis einen Abriss der Entwicklung des Stadtteils. Der geschichtliche Streifzug beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung als Rumoltesdorf im 11. Jahrhundert. Schwerpunkte der historischen Bilderreise sind zunächst die Wallfahrt zur Kirche Maria Ramersdorf und die Eingemeindung von 600 Einwohnern im Jahr 1864. Bis zum Ersten Weltkrieg bestimmte eine dörfliche Struktur die ländliche Stimmung des Bezirks, die sich erst änderte, als sich einige Ziegeleien und die ersten, bescheidenen Industrieunternehmen ansiedelten. Viele Jahre mussten die Ramersdorfer auf ein eigenes Schulhaus und die 1926 endlich realisierte Anbindung per Straßenbahn warten. Wohnungsbauinitiativen, am Anfang vor allem die des Sonderbauprogramms von Karl Preis und der Gewofag, trugen in den folgenden Jahrzehnten der Bevölkerungszunahme Rechnung und führten letztlich zu den bekannten Siedlungen westlich und östlich der Rosenheimer Straße. Der Vortrag endet beim heutigen, auch architektonisch modernen Großstadtviertel.

Der Eintritt zur Veranstaltung am Donnerstag, 1. Juni, sowie zur anschließenden Ausstellung ist frei. Die Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Ramersdorf sind am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 19 Uhr und am Mittwoch von 14 bis 19 Uhr. sz