Haidhausen Couscous und Obazda

Das Wetter spielte mit: Zum multikulturellen Stadtteilfest in Haidhausen kamen viele Familien mit Kindern, die über den Johannisplatz bummelten.

(Foto: Robert Haas)

Internationales Flair bei Stadtteilfest in Haidhausen

An einem Stand bestellen die Besucher auf dem Johannisplatz eine Leberkäsesemmel oder eine Scheibe Brot mit Obazda und setzen sich mit einer Maß Bier in den Biergarten, der für diesen Sonntag im Schatten der Sankt-Johannes-Kirche aufgebaut ist. Ein paar Schritte weiter gibt es Couscous-Salat auf Papptellern. Die Verbindung zwischen Urbayerischem und Orientalischem - besser könnte man das Haidhausener Internationale Stadtteilfest wohl nicht auf den Punkt bringen. "Heute ist ein Tag, an dem unterschiedliche Kulturen und Menschen zusammenkommen, an einem Tisch sitzen und sich austauschen", sagt Ufuk Keser vom Haidhausener Verein "Aktiv für interkulturellen Austausch" (AKA), der nun schon seit zehn Jahren das Fest mitorganisiert.

Auch das Programm, das am Sonntag bis 22 Uhr abends zahlreiche Besucher unterhalten hat, war abwechslungsreich und international. Das Bläserensemble der Pfarrei Sankt Johannes Preysing Brass eröffnete mit Gospelklassikern die "Kult-Veranstaltung für Haidhausen", wie Keser sagt. Von 18 Uhr an spielte die Band Langtunes aus Teheran, bevor - nach Selbstauskunft - "Münchens dienstälteste Bluesband", die Chidley Group den Abend ausklingen lies. Auch für Kinder war viel geboten, zum Beispiel immer zur vollen Stunde der Auftritt eines Märchenerzählers. Nicht nur Haidhausener tauschten sich an diesem Tag auf dem Johannisplatz aus. Auch für die Vereine, die in dem Stadtteil aktiv sind, ist das Internationale Stadtteilfest seit mehr als 35 Jahren eine Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Um den Johannisplatz präsentierten sich zudem etwa 20 Vereine. Unter anderem das Haus der Eigenarbeit, das allen Bürgern eine offene Werkstatt mitsamt professioneller Beratung bietet. Direkt gegenüber der Stand des AKA, an dem der Couscous-Salat verkauft wurde und ein Stand der Arbeiterwohlfahrt.

Gerade deswegen ist das Fest "sehr wichtig für den Stadtteil", sagt Nina Reitz, SPD-Fraktionsvorsitzende im Bezirksausschuss Haidhausen. "Man kommt vollkommen zwanglos ins Gespräch mit Bürgern und den vielen Organisationen aus dem Stadtteil." Austausch über die Kulturen hinweg - bei Sonnenschein, einer Maß Bier und Couscous-Salat.