Bundesverkehrswegeplan Keine Entlastung für Kirchseeon und Steinhöring

Einige Bürger werden sich über die Neuigkeiten freuen; sie sind ohnehin gegen die Südumfahrung Kirchseeons.

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Der Bundesverkehrswegeplan bietet dem Landkreis wenig Perspektiven. Die Umgehungsstraßen für Kirchseeon und Steinhöring zählen nicht zum vordringlichen Bedarf.

Zwar steht Ostern vor der Tür, doch erfreuliche Überraschungen gibt es nicht für Kirchseeon und Steinhöring - jedenfalls, was den am Mittwoch veröffentlichten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans betrifft. Beide Gemeinden können nicht mit einer baldigen Entlastung vom starken Durchgangsverkehr rechnen.

Zwar stehen die erhofften Umgehungsstraßen im Bundesverkehrswegeplan, doch nicht im vordringlichen Bedarf, der eine Realisierung bis 2030 halbwegs wahrscheinlich machen würde. Dabei stehen die Chancen für Steinhöring sogar noch etwas besser: Diese Umgehung ist im weiteren Bedarf mit Planungsrecht enthalten, es kann also grundsätzlich an dem Projekt weitergearbeitet werden.

Auch in Kirchseeon sind einige gegen die Südumfahrung

Kirchseeon ist lediglich im "weiteren Bedarf" aufgeführt, und selbst hier ist die Tunnelvariante vom Tisch. Lediglich die Südumfahrung steht noch im Plan. "Das ist eine ernüchternde Geschichte", so die erste Reaktion des Ebersberger SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer auf den nun vorgelegten Plan. Allerdings sei die Entscheidung im Kirchseeoner Fall etwas, "das aufgrund der Sach- und Faktenlage zu erwarten war".

Denn über die gewünschte Umgehungsvariante herrscht in der Marktgemeinde selbst große Uneinigkeit. Bei einem Bürgerentscheid im Juli 2012 sprachen sich 50,44 Prozent der Wähler für eine Umgehung im Süden aus und 49,56 Prozent dagegen. Diese Zerstrittenheit habe sich in der Einstufung des Projekts durch die bayerische Staatsregierung niedergeschlagen, so Schurer. Sechs Wochen lang können nun Anregungen geäußert werden, daher will er sich bald mit den Betroffenen zusammensetzen.