Röhrmoos/München Lebendige Erinnerung

Jaroslav Opela.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Kulturkreis Röhrmoos und die "Wilde Gungl" gedenken Jaroslav Opela

Der Name Jaroslav Opela hat im Landkreis einen besonders guten Klang. Gewiss, er war Jahrzehnte lang beim Bayerischen Rundfunk tätig und dirigierte 45 Jahre das Orchester Wilde Gungl. In München war er ein Großer unter Großen. Im Landkreis hingegen die führende musikalische Persönlichkeit. Denn er hat die Sinfonische Sommernacht in Schönbrunn, das große Musikfestival im Landkreis Dachau, geprägt. Am Samstag, 11. März, 19 Uhr, veranstaltet die Wilde Gungl im Münchner Herkulessaal gemeinsam mit dem Kulturkreis Röhrmoos ein Gedächtniskonzert. Jaroslav Opela starb vergangenes Jahr im Alter von 81 Jahren.

Er stammt aus Mähren, sein Geburtsort liegt nahe bei der Stadt Hukvaldiy, in der der große mährische Komponist Leos Janacek geboren wurde. Raphael Kubelik, Dirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, holte Opela in den siebziger Jahren an den Bayerischen Rundfunk, wo er zuletzt Direktor des Rundfunkorchester war. Sein Haus aber baute er in Großinzemoos, wo er sich so wohl fühlte, dass er sagen konnte: "Ich sehe meine Heimat in Mähren und in Bayern."

Natürlich wurde Röhrmoos bald auf den prominenten Bewohner aufmerksam, und der dortige Kulturkreis holte ihn als Berater und Dirigenten für seine eben ins Leben gerufene Sinfonische Sommernacht in Schönbrunn. Zehn Jahre lang hat Opela dieses durch ihn große gewordene musikalische Festival als Berater begleitet und als Dirigent geleitet. Zunächst holte er seine Wilde Gungl nach Schönbrunn, dann das Karlsbader Sinfonieorchester, sein tschechisches Orchester, mit dem er auch von Bayern aus verbunden blieb. Mit ihm gestaltete er auch sein Abschiedskonzert in Schönbrunn. Die 9. Symphonie "Aus der Neuen Welt" von Antonín Dvořák hat man so vollendet und verinnerlicht noch kaum einmal gehört hat.