Am Flughafen Drei Taxifahrer verprügeln Mietwagenfahrer - weil er weniger verlangt

  • Drei Taxifahrer haben am Wochenende am Münchner Flughafen einen 29-jährigen Mietwagenfahrer verprügelt.
  • Grund war offenbar Neid.
  • Anstatt ein Taxi zu nehmen, hatte eine Kunde sich zuvor für das günstigere Angebot des Mietwagenfahrers entschieden.
Von Martin Bernstein

Ein 29 Jahre alter Mietwagenfahrer ist am vergangenen Wochenende von drei Taxifahrern verprügelt worden. Der Grund war offenbar Konkurrenzneid. Der Mietwagenchauffeur hatte den Zuschlag für eine Fahrt vom Flughafen zur Münchner Innenstadt bekommen. Die Flughafenpolizei hat jetzt die Täter ermittelt.

Der Vorfall hatte sich laut Polizeisprecher Josef Bichlmeier vor einer Woche im Bereich E vor dem Terminal 1 zugetragen. Nachdem sich zwei 21- und 24-jährige Schweizer nicht mit einem dort wartenden 31 Jahre alten Taxilenker auf die Fahrt in die City hatten einigen können, nahmen sie laut Polizei das offenbar günstigere Angebot eines Mietwagenunternehmens an.

Uber soll Behörden mit Spezial-Software getäuscht haben

Der nächste Skandal für den Fahrdienst: Sein Programm "Greyball" sollte Fahrer schützen - aber auch Kontrollen durch kritische Beamte verhindern. Von Jürgen Schmieder mehr ...

Zwischen dem dann gebuchten Fahrer des Mietwagens und insgesamt drei Taxifahrern kam es schließlich zu einem heftigen Streit am Taxistandplatz vor dem Terminal. Die Auseinandersetzung endete laut Bichlmeier darin, dass der Konkurrent mit dem Gesicht gegen die Glasfront des Gebäudes gedrückt und von hinten von den Taxifahrern mit Faustschlägen und Fußtritten traktiert wurde. Noch vor Eintreffen der Polizei flohen die Täter. Der Angegriffene hatte Prellungen und kleine Abschürfungen erlitten.

Zeugen und Handyaufnahmen brachten die Ermittler dann auf die Spur der Tatverdächtigen. Zwei Taxifahrer aus München im Alter von 31 und 48 Jahren und ein Taxifahrer im Alter von 46 Jahren aus dem Kreis Freising wurden wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Besser informiert - mit SZ München