Da sich das Ganze auch irgendwie finanzieren muss, hat Spindler eine virtuelle Bank erfunden. "Mäzen-Bank", nennt die Veranstalterin diese Institution im Netz, über die Unternehmen die beteiligten Künstler sponsern können. "Die Firmen zahlen für alle sichtbar einen Betrag auf die Bank ein. Aus dem Topf werden dann Gelder für bestimmte Projekte entnommen", erklärt die 41-Jährige. Die Unternehmen hätten so die Möglichkeit im Netz präsent zu sein. Quasi eine neue Form von Public Relations, "PR 2.0". Wer spendet, kann, wenn er denn will, beispielsweise im München von "Second-Life" auftauchen, oder er ist auf den Social-Media-Plattformen präsent.
Im Ladenlokal "Werkstatt" in der Brienner Straße 48 arbeitet der Bildhauer Tilmann Krumrey an seiner Skulptur "Kain und Abel". (© Foto: Wild)
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Wer an "München 852" interessiert ist, ob als Künstler oder Sponsor, kann sich unter www.muenchen852.de oder http://twitter.com/zehra_852 melden. Schon jetzt ist die Resonanz groß. Am 11. März etwa gibt es im Theater i-camp (Entenbachstraße 37) die Lesung "Jour Fitz", bei der bekannte Münchner und Berliner Web2.0-Autoren lesen (einen Live-Stream dazu wird es auf www.sueddeutsche.de/muenchen geben). Ein weiteres Event, bei dem Zehra Spindler mitmischt, ist die Stroke 0.2, eine Messe für Urban Art, die von 27. bis 30. Mai in der Ex-Landesbank am Tucherpark stattfinden wird.
"Es kommen spannende Zeiten auf München zu, mit hoffentlich vielen neuen Projekten", sagt Spindler zuversichtlich. "851" hat schließlich schon so gut funktioniert, und in diesem Jahr soll alles noch größer werden. Sogar das Kulturreferat der Stadt München unterstützt "852" mit Begeisterung. Wer braucht da eigentlich noch offizielle Stadtgeburtstage?
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(sueddeutsche.de/sonn)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
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Flyer, Plakate, monatliche Stadtmagazine finde ich wesentlich stilvoller als Bekanntmachungen im Netz. Man hat irgendwas in der Hand..
Ich bin 26 und habe noch nie getwittert. Kann ich mich eingraben?! :-)
Jedenfalls eine schöne Aktion von den Herrschaften, München sollte sich längst Kulturhauptstadt nennen.