Als Nachrichtensprecherin Unangenehmes über den eigenen Mann zu verkünden, ist heikel. Da sagte Maybrit Illner am Montag beim "heute-journal" lieber ab.
Sie ist selbstbewusst und scheut nicht vor öffentlichen Selbstgesprächen zurück. In einem Interview, das sich die Nachrichtenfrau für sueddeutsche.de selbst gegeben hat, erklärt sie genau, worum es in ihrem Job geht: "Die Aufgabe des Journalisten ist es, Informationen zu sammeln, aufzubereiten, zu werten, verständlich zu vermitteln, damit die Menschen eine bessere Grundlage für ihre Entscheidungen haben - als Privatperson, Verbraucher und Steuerzahler."
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Ein prominentes Paar mit Interessenkonflikt: Telekomchef René Obermann und ZDF-Moderatorin Maybrit Illner. (© dpa)
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Von persönlichen Befindlichkeiten der Nachrichtensprecher steht da nichts. Das hat Illner wohl vergessen. Am gestrigen Montag stellte sie ihre persönlichen Interessen vor die nachrichtlicher Berichterstattung - und sagte ihre Moderation der ZDF-Nachrichtensendung heute-journal kurzerhand ab. Der Grund: Sie hätte kommunizieren müssen, was in ihrem eigenen privaten Umfeld passiert war. Denn eine - durchaus relevante - Meldung lautete, die Privaträume des Telekom-Chefs René Obermann seien durchsucht worden - es geht um Vorwürfe gegen die ungarische Firmentochter Magyar Telekom aus dem Jahr 2005. Maybrit Illner ist seit einem Monat mit Obermann verheiratet. Man braucht also nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass auch Illners Schreibtisch durchwühlt wurde.
Die Wirtschaftswoche hatte zuvor exklusiv berichtet, dass Schmiergelder in Millionenhöhe an Regierungsbeamte geflossen sein sollen, um bei der Regulierung des Marktes und bei der Vergabe von Mobilfunklizenzen Vorteile zu bekommen.
Davon wiederum hätte Illner am Montagabend künden müssen - und so viel Objektivität ging ihr offenbar zu weit. Stattdessen musste Claus Kleber ran, der an dem Montag eigentlich seinen freien Tag hatte.
Gesprochen hat allerdings Ko-Moderatorin Gundula Gause: "Die Staatsanwaltschaft Bonn hat Büros in der Telekom-Zentrale und Wohnungen von acht Managern der Telekom durchsucht, darunter auch die von Konzernchef Obermann. Dies geschah schon Ende August im Auftrag der US-Börsenaufsicht und des US-Justizministeriums wegen Verdachts der Beihilfe zur Bestechung bei osteuropäischen Telekom-Töchtern vor fünf Jahren", erklärte sie.
Am linken Bildrand tauchte Klebers Hand auf, durchaus angespannt, die Finger drückte er kurz in die Tischplatte. Gause berichtete weiter, Vorstandschef Obermann war damals Chef der internationalen Mobilfunksparte der Telekom. Er bestreite die Vorwürfe und sehe kein Fehlverhalten. Das war es dann auch schon wieder.
Illners Kollegen waren also zurückhaltend in der Berichterstattung. Die Nachricht wurde zwar neutral vorgetragen, man hätte aber durchaus länger und eher am Beginn des heute-journals berichten können. Dort aber ging es lang und breit um den Vergewaltigungsvorwurf und den Prozess um ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann. Ein Thema, über das wiederum die ARD eher minimalistisch berichtet, in den gestrigen Tagesthemen kam Kachelmann überhaupt nicht vor. Auch Obermann war kein Thema, die Meldung hatte die ARD wohl noch nicht erreicht.
Im Fall Illner wiederum erklärte man beim ZDF, dass Maybrit Illner selbst vorgeschlagen hatte, nicht zu moderieren: "Sie will vermeiden, dass auch nur der Anschein entsteht, dass Art und Umfang der Berichterstattung mit ihrer persönlichen Situation zu tun haben könnten", so ein Sprecher. Illner selbst wollte dazu nichts sagen. Die Moderatorin, die gerade erst in das Team des heute-journals eingestiegen war, hatte offenbar einen Sinneswandel.
Zum Amtsantritt beim Flaggschiff des ZDF hatte sie der Nachrichtenagentur dpa verkündet: "Wenn da irgendetwas geschieht, was im Zusammenhang mit der Firma meines Mannes steht, dann wird das vermeldet. Und das wird mein Mann dann bestimmt auch nicht persönlich nehmen." Diese Worte sind Vergangenheit.
Dabei hätte Maybrit Illner am Montag gar nichts sagen müssen. Vielleicht hätte sie so wie Kleber ein bisschen die Hand nervös ins Bild gehalten. Aber das hätte sie vermutlich ganz gut hinbekommen - angesichts der privaten Glücks.
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(sueddeutsche.de/jja)
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Was ein Medienrummel um Illner und Obermann. liebe und Hochzeit und dann Obermanns Schmiergeldaffaire bei der Telekom und die Befangenheit Illners beim Heute-Journal.
Verstehe aber auch nicht warum die Moderatorin Miriam Pielhau, bei der Verleihung der Goldenen Henne Illners Hochzeitslkeid anhatte.
Alles ganz komisch irgentwie...
Anderen Berichten zu Folge wird sogar Obermanns Vertrag bei der Telekom sogar verlängert, trotz des Ermittlungsverfahrens, bestimmt weil alle darin verwickelt sind
und keiner Obermanns "Job" weitermachen will.
Diese Leute wollen scheinbar nur von den Tatsachen ablenken und im Gespräch bleiben.
Trennung zwischen Beruf und Privat war hier doch von Anfang an nicht, also warum dann doch dieser Mischmasch, ist das nun privates Glück oder beruflicher Erfolg mit Hindernissen?
jurnalistin und ZDF redakteurin, tatsachen und wissen, mit sich geschleppt und verheimlicht,
ein wissen mit wert von breaking news nachricht ,und das in aller welt wo möglich, denken sie sich an CNN, bloomberg, beruflich hat frau illner absolut versagt, und ihrer arbeitgeber und kollegen grosse schaden zugefügt, und hat ihre personliche interessen, vorrang gegeben,aus gefälligkeit an ein anderren person, als privat person wäre es in ordung,auch als beschuldigter, oder beim einem polizei befragung darf man schweigen,
aber als juralistin,redakteurin, eines der grossten nachrichten sendung beim ZDF mit millionen publicum ,und als zeugin eines vorgangs, der milionnen menschen sehr interessiert ,
aus niedrige bewegsgrunden verdunkelnzu lassen , ist der hammer,
für aller klar denkender personen, sie ist verbrannt.!
...dass die einzige möglicherweise tatsächlich in ihrer Objektivität beeinträchtigte Frau Illner Ihrer Meinung nach nur aufgrund ihres persönlichen Befindens nicht moderiert hat - die restliche Belegschaft des heute-journals aber zu kurz und zu spät über die Telekom-Angelegenheit berichtet hat, kurzum: nicht objektiv. Ich glaube, dass Sie, liebe Frau Berr, hier etwas durcheinander gebracht haben. Wie Ihr Bericht gelautet hätte, hätte Frau Illner moderiert, kann man sich auch vorstellen, wenn man über keine übermächtige Fantasie verfügt. Froh bin ich allerdings darüber, dass Sie die Hand ("durchaus angespannt") von Herrn Kleber erwähnt haben; andernfalls wäre der Artikel sicherlich unvollständig gewesen.
..finde ich, dass die Durchsuchung bereits Ende August war, und erst gestern kam die Meldung. Warum eigentlich? Und warum war die Absage der Moderation so plötzlich... Illner hat doch längst davon gewusst...
Sie weiß also etwas von öffentlichem Interesse, was der Öffentlichkeit vorenthalten wurde, kommt nicht gut für eine Nachrichtenredakteurin, meine ich....
daß manchen der Klassenkampf lieber ist als Demokratie. Lieber als die Wahrheit und die Erkenntnis, daß man mit platten Rufschädigungen in der DDR gut zurecht kam, aber hier nicht mehr so leicht!
Allein daß Illner Obermann geheiratet hat macht sie zu einem Klassenfeind, dem man ungeniert jede Form von Dreck entgegenwerfen kann.
Armes Deutschland, kann ich nur sagen!
Paging