"Wir waren gerne 'Tatort'-Kommissare": Maximilian Brückner und Gregor Weber haben als Saarbrückener Ermittler ein Publikum aufgebaut. Dass sie nun weg sollen, zeugt einmal mehr von der Stillosigkeit, mit der der Saarländische Rundfunk mit dem "Tatort" umgeht.
Besonders empfindlich reagieren öffentlich-rechtlich gesinnte Manager, wenn man die Systemfrage stellt. Die Systemfrage bezieht sich dabei nicht nur auf den Rundfunkstaatsvertrag oder auf unterschiedliche Fälle des Amts- und Machtmissbrauchs oder von Korruption.
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"Schlecht formulierte und verlogene Pressemitteilung": Gregor Weber und Maximilian Brückner zogen es bei der SR-Trennung vor, nicht von "beiderseitigem Einverständnis" zu sprechen. (© SR/Manuela Meyer)
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Systemfragen stellen sich auch im alltäglichen Produktionsbetrieb: Wie entstehen Filme für die unterschiedlichen Programmplätze in so gigantischen Fernsehmaschinen wie der ARD oder dem ZDF? Wie entsteht zum Beispiel ein Tatort? Warum wird ein Tatort-Kommissar abgesetzt beziehungsweise: Wie wird er abgesetzt?
Der Saarländische Rundfunk (SR) hat da offenbar ein Saarland-System entwickelt. Vor zwei Wochen wurde den Schauspielern Maximilian Brückner und Gregor Weber eröffnet, dass sich der SR entschlossen habe, sie als Tatort-Kommissare Kappl (Chef) und Deininger (Assistent) "in Rente zu schicken". Weber wurde das in einem Telefonat genau so mitgeteilt, sagt er. Am anderen Ende sprach Christian Bauer. Bauer ist seit 2009 redaktionell für den Tatort des SR zuständig.
In einer wortreichen und seltsam entrückten PR-Note des Senders, die an diesem Montagabend verbreitet wurde, ist von "Verabschiedung" und "Dank" die Rede: "Mit den Figuren Franz Kappl und Stefan Deininger setzte der SR seit 2006 auf ein Ermittlerteam, das seine Dynamik aus der regionalen und mentalen Unterschiedlichkeit der Typen gewinnt. Dass beide Ermittler die Welt des anderen nicht wirklich verstehen und völlig unterschiedliche Methoden haben, machte den Reiz des Paares aus. Die Story dieses ungleichen Paares ist aber aus unserer Sicht jetzt zu Ende erzählt." Sagt Christian Bauer.
Bauer ist, wenn man es richtig verstanden hat, ausgebildeter evangelischer Pfarrer und war eine Weile stellvertretender ARD-Sprecher, weil der inzwischen verstorbene SR-Intendant Fritz Raff 2007 für zwei Jahre ARD-Vorsitzender war. Inzwischen gilt Bauer, der beim SR volontierte und Mitarbeiter im Hörfunk war, als Filmspezialist. Hat er entschieden, dass am 22. Januar 2012 der siebte und letzte Tatort mit Brückner und Weber gezeigt wird?
In ersten Entwürfen der offiziellen Stellungnahme wird noch der neue SR-Intendant zitiert, Thomas Kleist. Damit sollte wohl angedeutet werden, dass es sich um einen Vorgang höchster Priorität handelt. Kleist tritt aber in dem dann ausgesandten Bulletin nicht mehr auf. Mit der Neuausrichtung des Tatorts sei die von Andrea Etspüler geleitete Programmgruppe Unterhaltung und Sonderprogramme/Fernsehspiel betraut, heißt es.
Doch warum werden Brückner, 32, der zu den besten deutschen Darstellern seiner Generation zählt (Der Brandner Kaspar), und sein in Saarbrücken geborener Kollege Weber, 43, überhaupt abgelöst? "Über das überraschende Ende sind wir erstaunt und nehmen es mit Verwunderung zur Kenntnis", teilen beide auf Anfrage an diesem Dienstag mit.
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Dass diese Kommissare seit Beginn eigentlich wieder weggehören sei mal dahingestellt... aber es wird ja hier so getan als sei da irgendwas schreckliches passiert. Die Verträge sind wohl ausgelaufen, niemand hat mehr geglaubt, dass eine weitere Zusammenarbeit mehr Sinn macht, warum also diese Aufregung?
Wenn als Unternehmer meine Leistung nicht stimmt muss ich auch damit rechnen, dass ein Vertrag nicht verlängert wird. Besser so, als die Herren noch Jahre in ihrer Position zu lassen und den SR mit dem letzten Flaggschiff in der ARD noch unbedeutender werden zu lassen.
....und dessen weitester Ausflug Richtung Westen ist der FCK mit seinem Fußball Stadion.
Aber ein Vorschlag. Die Franzosen bekommen das Saarland zurück und wir dafür den Elsaß.
Ob Sarkozy da einwilligen würde ?
...."wo darf man in Deutschland auf der Autobahn umdrehen ?"
Antwort...."vor Zweibrücken an der Grenze zum Saarland".
Die beiden mögen ja gute Schauspieler sein aber deren Tatorte waren wirklich zum schnarchen und das liegt wirklich nicht an den Schauspielern sondern an den Drehbüchern und jeweiligen Regisseuren. Ergo, hat man die Falschen entlassen, wie immer halt.
Aber bei den Tatorten insgesamt merkt man bis auf wenige Ausnahmen das "Wetten dass ?" Syndrom, ausgelutscht oder wie gesagt wurde " der Knochen ist abgeknabbert!"
Also....schalten wir mit Freuden zum Scandinavien Krimi obwohl da auch schon mit Überfütterung gedroht wird. Würde mal sagen..."zu viele Krimis im TV".
und ein bisserl Köln.
Dann noch Ludwigshafen und Kiel - der Rest ist Grütze.
Unsäglich die fade Simone Thomalla, und der Filius von Heinz Becker als "Kommissar" ist auch eine seltsame Idee.
Ja und die Drehbücher sich teilweise wirklich albern und an den Haaren herbeugezofen, wie schon zuvor angemerkt: Statt guter Kriminalstory persönliche Verstrickungen der Protagonisten. Die Nummer hat bei Schimanski noch funktioniert, später wurde sie dann zum ausgelutschten Running Gag.
Weder muss man dem Duo eine Träne nachweinen, noch sich auf deren Nachfolger freuen. Es bleibt Mist.
Und Pfaffen sollten besser auf die Kanzel steigen!
Der Tatort war völlig unter dem Durchschnittsniveau, welches in dank Wiesbaden, Hamburg, Kiel und Frankfurt sichtbar zugelegt hat. Leider sind immer noch einige Schnarch-Kommissare unterwegs, die man gerne mal austauschen könnte. Aber das liegt wohl oftmals eher am Regisseur und dem lauen Drehbuch.
Ich finde es schon sehr bedenklich, dass man in den meisten Tatort-Folgen schon nach gute der Hälfte im Film den Mörder erahnen kann. Immer eine Nebenrolle, die man hätte streichen können und ein Charakter, der überhaupt nicht verdächtig erscheint. Am Ende wird dann eine absurde Geschichte gesponnen. Was für eine Überraschung.
Die ZDF-Krimis aus dem Norden sind jedenfalls im Schnitt deutlich spannender inszeniert und die Rollen überzeugender belegt, trotz Synchro.
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