"Sonneborn rettet die Welt" bei ZDF Neo:Superheld mit Satire im Gepäck

Der ehemalige Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn ist zur Zeit vor allem als Außenreporter der "Heute-Show" zu sehen. (Foto: picture-alliance/ ZB)

Er ist der größte Satiriker aller Zeiten - mindestens. Jetzt bekommt Martin Sonneborn, der ehemalige "Titanic"-Chefredakteur, eine eigene Sendung bei ZDF Neo. Dabei hat er dem ZDF erst kürzlich Ärger eingebracht, mit seiner eigenwilligen Glatzen-Safari.

Von Katharina Riehl

Martin Sonneborn, ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift Titanic, Gründer der Spaß-Partei PARTEI, seit 2009 Außenreporter bei der "Heute-Show" im ZDF und größter Satiriker aller Zeiten, bekommt eine eigene Fernsehsendung. Beim ZDF-Digitalkanal Neo startet am 10. Oktober das neue Format "Sonneborn rettet die Welt".

Wie auch bei seinen Einsätzen für Oliver Welkes Satiresendung im großen ZDF fährt Sonneborn in den bisher gedrehten drei Episoden seiner Sendung durch die Gegend und stellt allen möglichen Menschen allerlei Fragen zur Lage der Welt - in diesem Fall ganz wörtlich genommen.

Auf Glatzen-Safari durch Berlin

Es geht um die Finanzkrise, die Energiewende sowie Korruption und Lobbyismus, erfährt man vorab, Sonneborn be- und hinterfrage Politiker und Experten, teste alternative Lebensformen und löse "dabei entstehende Probleme auf seine ganz eigene Weise".

Daran dürfte kaum jemand zweifeln, erst vor ein paar Monaten hat ein durchaus eigenwilliger Fernsehausflug Sonneborns dem ZDF Ärger eingebracht. Für die "Heute-Show" präsentierte der Reporter auf humoristischer Mission eine sogenannte Glatzen-Safari, bei der "Glatzen in freier Wildbahn" zu besichtigen seien, woraufhin sich zwei dort von Sonneborn besichtigte (und vom ZDF verpixelte) Männer via Bild beschwerten und Anzeige erstatteten.

Das ZDF äußert sich nicht zum "laufenden Ermittlungsverfahren". So oder so: Für Neo ist in Sonneborn nun, so heißt es, "ein Held geboren". Und der kommt mit einem "Superman-Shirt unter dem Anzug und den Waffen der Satire im Gepäck".

© SZ vom 27.08.2013 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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