Scientology will die Menschheit "clear" machen - der ARD-Film zum Thema ist zwar mutig, lässt aber viele Fragen offen.
Ein Traum. Am Horizont versinkt die Sonne im Meer, ein paar Meter weiter rauscht die Brandung, und die Blondine sagt mit weichem Blick: "Du bist so anders, ganz verwandelt." Darauf er: "Wie bin ich denn?" Und sie: "Stark."
ARD-Film über Scientology: "Bis nichts mehr bleibt." (© Foto: ARD)
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Das ist keine neue Deo-Werbung, das ist eine Szene aus dem ARD-Film Bis nichts mehr bleibt. Ein wichtiger, mutiger Film, heißt es beim Sender, ein echtes "Event". Schon am Montag zeigte das Erste ein passendes Gespräch bei Beckmann ("Das Machtsystem"), an diesem Mittwoch, direkt nach dem Film, folgt die Diskussion bei Hart aber fair ("Sekten, Gurus und Gehirnwäsche").
Bis nichts mehr bleibt hat früh für Aufregung gesorgt. Es geht um Scientology. Und es ist das erste Mal, dass ein fiktionaler deutscher Film die umstrittene, vom Verfassungsschutz beobachtete Organisation beim Namen nennt. Die ARD und ihre Produzenten (SWR, NDR, Degeto, Teamworx) haben das Projekt mit einiger Geheimhaltung gedreht, als vermeintliche Tatort-Folge.
Man befürchte, dass Scientology einen Weg finden könnte, die Ausstrahlung noch zu verhindern, hieß es. Am Ende protestierte die selbsternannte "Kirche" zwar gegen die "religiöse Intoleranz" der ARD. Doch sehr viel mehr geschah nicht.
War alles nur Sender-PR, wie im einen oder anderen Kommentar schon angedeutet wurde? Und was ist Scientology wirklich, abgesehen von ein paar Tom-Cruise-Fans, die an Aliens glauben und irre viel Geld für seltsame Psychoseminare ausgeben? Die erste Frage kann man verneinen. Sicher, es ist PR, wenn sich ein Sender selbst Mut attestiert. Aber in diesem Fall ist die Eitelkeit verzeihlich. Es konnte ja keiner wissen, wie Scientology reagieren würde; die Liste von Fällen, in denen die Anwälte der Organisation überaus harsch auf Kritik reagiert haben, ist lang. Die zweite Frage kann der Film leider nur teilweise beantworten.
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Abholzungen im Amazonas-Gebiet
eine Differenzierung spar' ich mir hier mal, und dem ebenso berechtigten Hinweis, dass Menschen an der Spitze der Institutionen stehen, erscheint es mir ungünstig Bibelzitate als Argumentationshilfen einzufügen. Wer hat schließlich diese Schriften erstellt: Menschen. Dabei glaube ich gerne, dass sie dabei überwiegend Gutes im Sinn hatten. Aber, wie das Sprichwort heißt: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Und ich wüsste auch zu gerne, wie viele Übertragungs- und Übersetzungsfehler in den Schriften sind. Erfreulicherweise werden diese heute offener diskutiert, weil man zumeist nicht mehr mit Exkommunikation oder dem Scheiterhaufen rechnen muss.
Und, obwohl schon vor mindestens 10 Jahren aus dieser Verwaltung ausgetreten, glaube ich doch, dass zwischen Scientology und den meisten sonstigen Kirchen ein gewaltiger Unterschied besteht. Während Scientology nur von unten bis oben materialistisch orientiert ist und die wirklich Hilfsbedürftigen nicht aufgenommen bzw. rausgeworfen werden, gibt es auf den unteren Kirchenebenen vielfach Hilfsprojekte für die Ärmsten. Das hängt aber sehr vom Engagement der örtlichen Pfarrer/Pastoren ab.
Ob Papst, oder Scientology.
Beide haben mit dem christlichen Glauben nichts gemeinsam.
Auf Beiden trifft die Warnung von Paulus aus der Bibel zu:
"Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles,
was Gott oder Gottesdienst heißt,
sodass er sich in den Tempel Gottes setzt
und vorgibt, er sei Gott."
Gott hat laut Bibel (1.Kor.1) die Schwachen und Geringen erwählt und nicht die Hochintelligenz.
"..und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt,
das, was nichts ist, damit er zunichte mache,
was etwas ist,"
"Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige,
nicht viele Angesehene sind berufen.
Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt,
damit er die Weisen zuschanden mache;
und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt,
damit er zuschanden mache, was stark ist;"
Scientologen müßen regelmässig mittels Auditing und Wissensberichte intimste private aber auch berufliche Geheimnisse preisgeben.Informationen die SO geschickt nutzt um Angriffsflächen und neue Opfer zu selectieren.Der gesamten Bandbreite der Wirtschaftsspionage ist somit Tür und Tor geöffnet. Die Wirtschaft macht sich selber erpressbar besonders wenn es um Top Secret Firmeninternas geht. Ist den Unternehmen, Führungskräften,Managern dieser Umstand eigentlich bewußt? Naivität die
teuer und exitenzvernichtend sein kann.
ManagerSOS Karin Schneider
An sich ein guter Film und es mag kleinkariert klingen und es hat mit der Handlung an sich nichts zu tun aber was mich teilweise gestört hat: der Film spielt Mitte/Ende der 80er und in mehreren Straßenszenen tauchen Fahrzeuge im Hintergrund auf, die es damals schlicht und ergreifend nicht gab. Auch bei der Bahnhofsszene lauter Züge, die vor 20 Jahren sicher noch nicht auf der Schiene standen.
Ich habe in den 80zigern einmal das Buch Dianetik, :" Sie nutzen nur 10 % ihres geistigen Potenzials usw." auf der Straße angedreht bekommen. Damals war ich schwanger und die Dame die mir das Buch verkaufte war unendlich nett, erzählte sie habe gerade auch ein Baby bekommen. Sie verwickelte mich in ein Gespräch und ich noch jung und unerfahren, gab ihr doch tatsächlich meine Telefonnummer damit wir uns einmal treffen könnten um über Schwangerschaft und Kinder zu sprechen. Ich las ein wenig in dem Buch und ein paar Freunde erzählten mir das Scientologie dahinter steckte. Ich erhielt in den darauf folgenden Tagen und Wochen unendlich viele Anrufe und bekam es echt mit der Angst zu tun. nicht nur die dame rief an, auch das Dianetik Zentrum. Dann war ein paar jahre Ruhe, bis ich einen Brief erhielt, in dem ich aufgefordert wurde als Mitglied nach Amerika eine hohe "Spende" zu schicken. Ich war mittlerweile 2 x umgezogen und hatte damals der jungen Dame keine Adresse gegeben. Ich habe den Brief natürlich weg geschmissen. Ich hoffe ich bin mittlerweile aus deren Datenbank gelöscht.
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