Die ADAC-Klubzeitschrift Motorwelt ist die größte Verbandszeitschrift der Welt. Das garantiert enormen Einfluss - den sie auch nutzt.
Man kommt an diesem Heft nicht vorbei, immer liegt es irgendwo herum. Beim Zahnarzt im Wartezimmer, auf Vaters Salontisch, im Briefkasten des Führerschein-Neulings. Die Beinahe-Allgegenwart des 75 Jahre alten ADAC-Klubmagazins Motorwelt wird durch nackte Zahlen untermauert: monatlich 13,2 Millionen Exemplare Auflage, 17 Millionen Leser, jeder dritte deutsche Haushalt wird erreicht.
Männer und ihre Lieblinge: Edmund Stoiber (links) und Gerhard Schröder setzen sich für ADAC Motorwelt in ihre Traumautos. (© Foto: ADAC/obs)
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Die Motorwelt macht 100 Millionen Euro Umsatz, hälftig über Anzeigen und Mitgliedsbeiträge. Jedes Heft ist voll mit "Coupon-Anzeigen" - das klassische Mittel des Direktmarketings. Motto: "Bitte ausschneiden, einschicken, Prospekt zusenden". Chefredakteur Michael Ramstetter sagt: "Die Stärke in diesem Bereich erklärt zum Beispiel auch Anzeigen für Treppenlifte."
Als Chefredakteur eines Magazins, mit dem ein großer Teil des Landes gewissermaßen zwangsbeglückt wird, sollte man ein relativ einfaches Leben haben.
"So dürfen Sie das nicht sehen", protestiert Ramstetter: "Wir müssen uns zwar nicht am Kiosk verkaufen, aber auch wir müssen unseren Anzeigenkunden immer wieder nachweisen, dass wir gelesen werden. Und das wiederum geht nur über gute Inhalte." Sonst könnten nicht die stattlichen Anzeigenpreise verlangt werden - eine ganze Seite in Farbe kostet 109.280 Euro plus Umsatzsteuer. Und eine einzeilige Kleinanzeige im hinteren Teil des Heftes ist immer noch stolze 261 Euro wert.
"Wenn ich die Bundeskanzlerin bitte, dann schreibt sie."
Die hohe Auflage und die weite Verbreitung der Vereinszeitschrift verleiht dem Chefredakteur eine gewissen Macht. "Natürlich ist das der Fall", sagt Ramstetter. "Ich würde lügen, wenn ich das Gegenteil behauptete. Und, ja: Wir setzen diese Macht auch ein - aber immer nur im Sinne des Verbands."
Übersetzt heißt das: Kein bundesdeutscher Politiker darf die Motorwelt links liegenlassen - schon gar nicht vor Wahlen. "Sie dürfen mir glauben", erzählt Ramstetter, "wenn ich einen Politiker im Blatt haben will, dann bekomme ich ihn. Und wenn ich die Bundeskanzlerin bitte, eine Gastkolumne zu schreiben, dann schreibt sie."
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wer schon alles für die ADAC Motorwelt geschrieben hat.
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Umweltstiftung WWF in der Kritik
Autofahren ist auf deutschen Autobahnen schon manchmal stressig, man merkt es schon, dass in Ländern mit Tempolimit bei Weitem nicht so aggressiv gefahren wird.
Wenn entsprechend kontrolliert und dann auch sanktioniert wird, dann werden sich die Leute schon dran halten.
Am meistenn ärgert mich die Drängelei, das dicht-auffahren-was höchst gefährlich ist u. m.E.für viele Unfälle ursächlich ist.
Da offenbar poliitsch nicht gewollt ist, dies zu ahnden, treiben vielerlei Hirnlose auf der Autobahn ihr Unwesen.
Ich habe abgesehen von der Umweltbelastung nichts gegen Schnellfahren, es ist die Dummheit und Rücksichtslosigkeit, die nervt.
für was ein Tempolimit? Von 10 Autofahrern halten sich 9 eh nicht daran, flächendeckende Kontrollen, damit's auch was bringt - Fehlanzeige -.
Bevor sie bei uns ein Tempolimit einführen, schaffen sie eher in Texas die Todesstrafe ab...
Ich habe mir jetzt alle Kommentare durchgelesen. Gut bei 16 Stück sind es nicht viele, es ist aber unglaublich wie einig sich die Kommentatoren sind. Diese Zeitung ist (auf gut Deutsch) Schrott. Keiner nimmt diese ernst. Ich bin aber froh, dass ich nicht der einzige mit dieser Meinung bin.
Braucht man das wirklich?
Paging