VIP-Klick: Hannes Jaenicke "Unfähig, verlogen, korrupt"

Wenn Umweltschützer Hannes Jaenicke böse wird, dann am liebsten in der Öffentlichkeit: Nun hat der Schauspieler überaus medienwirksam gegen die Bundesregierung gewettert.

Hannes Jaenicke gibt sich neuerdings als Umweltaktivist. Quotenträchtig und mit großem Betroffenheitsfaktor kämpft er vor der Kamera für die Rettung allerlei bedrohter Tierarten, zuletzt in seiner Dokumentation "Hannes Jaenicke: Einsatz für Eisbären". Denn die Politik tut seiner Meinung nach offenbar nicht genug für den Tierschutz. Dass er den Bundespolitikern auch sonst nicht besonders viel zutraut, wurde bei der Verleihung des CNN Journalist Awards in München deutlich.

Dort holte er in unmissverständlichen Worten zur Generalkritik aus: "Ich bin jetzt fast 50, aber das ist im Moment die unfähigste, verlogenste, korrupteste und für mich peinlichste Regierung, an die ich mich erinnern kann", sagte Jaenicke.

Schuld daran ist nach seiner Ansicht die FDP, "die offensichtlich keine Ahnung davon hat, wie schwer es ist, zu regieren, sich von jeder dahergelaufenen Lobby kaufen lässt, und die umweltfeindlichste Partei ist". Darüber hinaus würde sie sich für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerden und die Freigabe von genmanipulierten Nahrungsmitteln aussprechen. Er sei wirklich sprachlos und frage sich: "Wer hat diese Mannschaft gewählt? Was qualifiziert Herrn Westerwelle zum Außenminister? Was Herrn Brüderle zum Wirtschaftsminister?"

Große Hoffnungen setze er dagegen auf CDU-Umweltminister Norbert Röttgen - er sei "ein hochintelligenter Mann, der wirklich Ambitionen hat". Die SPD müsse sich nun neu aufstellen. "Da sollte man Gabriel machen lassen. Da bin ich ganz guter Dinge."

Schon einmal hatte sich Jaenicke mit Politiker-Schelte hervorgetan: Im August 2009 fand er deutliche Worte gegen den Arnold Schwarzenegger. Dem Gouverneur von Kalifornien warf er vor, "Drecks-Politik" zu betreiben und ein Fähnlein im Winde zu sein.

Wer nun denkt, Jaenicke hätte Ambitionen, selbst in die Politik zu gehen, irrt: Bei der Veranstaltung gab er zu, dass er einen anderen Alternativplan zu seinem Schauspielerberuf hätte: Wenn er nicht beim Film gelandet wäre, wäre er mit Sicherheit Journalist geworden, sagte er. Viel besser kämen die FDP und Schwarzenegger dann aber sicher auch nicht weg.

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