Aufatmen im Stockholmer Palast: Ein Historikerbericht entlastet den verstorbenen Vater der Königin von Nazi-Vorwürfen. Der Report zeigt unterdessen eine vermeintlich ganz andere Seite von Walther Sommerlath.
Endlich Klarheit: Die schwedische Königin Silvia hat die Nazi-Vergangenheit ihres deutschen Vaters Walther Sommerlath untersuchen lassen. Ein Historikerbericht entlastet ihren Vater nun von den Vorwürfen der aktiven NSDAP-Mitgliedschaft und legt dar, dass Sommerlath sogar einem jüdischen Geschäftsmann aus Berlin bei der Flucht nach Brasilien unterstützt hat.
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Jetzt kann sie aufatmen: Ein Historikerbericht entlastet den Vater der schwedischen Königin Silvia. (© DPA)
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Der schwedische Sender TV4 hatte im Mai berichtet, dass Sommerlath damals von der Arisierungspolitik der Nazis profitiert und die Fabrik des jüdischen Geschäftsmannes Efim Wechsler übernommen habe. Erst jetzt, durch den Bericht, wurde bekannt, dass er Wechsler im Gegenzug einen Teil einer Kaffeeplantage in Brasilien überlassen und ihm somit zur Flucht ins Ausland verholfen haben soll.
Schon lange ist öffentlich, dass der 1920 nach Brasilien ausgewanderte Sommerlath 1934 der NSDAP beigetreten war. Königin Silvia hatte dies damit begründet, dass er dazu gezwungen worden sei, um seine Karriere zu retten. Ihr Vater sei aber nicht politisch aktiv gewesen. Zu dem nun veröffentlichten Bericht sagte die Königin: "Ich hatte keine Angst davor, was ich finden könnte, als ich begann, in den Archiven zu suchen". Sie habe "gewusst, dass es keinen Grund zur Sorge gibt", sagte sie der schwedischen Zeitung Göteborgs-Posten.
Der Report wurde von dem schwedischen Historiker Erik Norberg erstellt, der dazu Archive in Deutschland, Brasilien und den USA recherchierte. Kritik erntete er von der in den USA ansässigen Vereinigung der Holocaust-Überlebenden. Der Bericht sei "nicht unabhängig" und "unglaubwürdig", da er von der Königin selbst in Auftrag gegeben wurde.
Sommerlaths 1943 geborene Tochter Silvia heiratete 1976 den schwedischen König Carl XVI. Gustaf.
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(sueddeutsche.de/afp/dpa/dhuf/jobr)
Manche wollen scheinbar nur das akzeptieren was sie hören wollen.
Außerdem,
Was können Kinder denn dafür, was früher stattgefunden hat. Sind wir wieder soweit die Sippenhaft einzuführen?
Ich möchte nur noch daran erinnern, das man damals z.B. nur studieren durfte, wenn man Mitglied der Partei war. So ging es auch in anderen Bereichen weiter.
Nur zur Erinnerung: in der DDR war es Kindern von Akademikern nicht erlaubt zu studieren.
In jedem totalitären Regime muss man mit den Wölfen heulen (das heist noch lange nicht aktiv mitmachen)
Nachträgliche Verurteilungen, nur weil Personen Mitglieder der NSDAP waren, sollten wirklich gründlich überlegt sein und nicht pauschalisiert werden.
Ich möchte nicht wissen, wie manche dieser besonders klugen Kritiker reagiert hätten, wenn sie in dieser Situation gewesen wären.
Ich kenne einen bekannten Politiker der bis zu seinem misteriösen Tod wegen eines geerbten Vermögens das seine Vorfahren im gleichen Sinne wie Herr Sommerlath "erworben" hatten von den Medien , insbesondere im "Sueddeutschen" Raum gnadenlos verfolgt wurde.
Die entlastende Schlußfolgerung des Historiker- Berichts würde deutlich an Glaubwürdigkeit gewinnen,wenn der damalige Verkehrswert der "getauschten" Fabrik und dem Anteilswert an der Kaffee-Plantage gegenüber gestellt würden. Das müßte sich in etwa rekonstruieren lassen.Nur so läßt sich feststellen ,ob Papa Sommerlath "anständig" gehandelt hatte,oder aber wie zahlreiche miese Profiteure in der damaligen Zeit dem Efim Wechsler in seiner Not die Fabrik für ein Butterbrot abgenommen hat.
Der Umstand,daß sich das Gutachten offensicht es zu den Werten der getauschten Objekte ausschweigt,läßt eher Letzteres vermuten.
was soll denn der Unsinn. Die Erben von Krupp usw haben bestens von den Zwangsarbeitern profitiert und gleichzeitig das Material geliefert.
Wie war das noch mal mit den Entschädigungen?
Da erscheint doch das mit Sommerlat sehr kleinkarriert.
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