Carla Bruni-Sarkozy bringt Kind zur Welt Eine Tochter für den Präsidenten

Das Baby ist da - und es ist ein Mädchen: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla Bruni sind wieder Eltern geworden. Bilder gibt es nicht, eine offizielle Stellungnahme auch nicht, stattdessen absolviert Sarkozy zwischendrin noch schnell Termine in Sachen Euro-Rettung. Auf keinen Fall soll der Eindruck entstehen, das Paar inszeniere sein Privatleben für den bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampf.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla Bruni-Sarkozy sind wieder Eltern geworden. Die 43-jährige Präsidentengattin brachte am Mittwochabend gegen 20 Uhr in Paris ein Mädchen zur Welt. Das berichten übereinstimmend mehrere französische Medien.

Carla Bruni-Sarkozy Eine Tochter für den Präsidenten

Frankreichs Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy hat Medienberichten zufolge ein Mädchen zur Welt gebracht. Es ist das erste Mal, dass ein französischer Präsident während seiner Amtszeit Vater geworden ist. Bruni und Sarkozy sind seit 2007 ein Paar, im Februar 2008 folgte die Hochzeit.

(Video: Video: Reuters/ Vorschaubild: dapd, Foto: REUTERS)

Der TV-Sender BFM will auch erfahren haben, dass das Kind Daliah heißen soll. Von der Klinik gab es keine Bestätigung, auch Sarkozys Amtssitz hatte angekündigt, keine Stellungnahme zu der Geburt abzugeben.

Der Präsident blieb am Nachmittag nur eine knappe halbe Stunde, um schnell noch bei seiner in den Wehen liegenden Frau in der Klinik vorbeizuschauen. Danach ging es mit dem Flugzeug nach Frankfurt, um mit Kanzlerin Merkel über die Rettung des Euro zu sprechen und sogar noch bei der Verabschiedung des Zentralbank-Chefs Jean-Claude Trichet vorbeizuschauen.

Die eigentliche Geburt verpasste Nicolas Sarkozy deshalb. Erst gegen 23 Uhr erreichte er das Krankenhaus. Die Clinique de la Muette im 16. Pariser Arrondissement, wurde während des ganzen Tages von Paparazzi belagert. Sicherheitskräfte schirmten das Krankenhaus ab.

Es ist das erste gemeinsame Kind für das seit 2008 verheiratete Paar. Der 56-jährige Präsident hat bereits drei Söhne aus zwei früheren Ehen, Bruni hat einen Sohn aus einer früheren Beziehung.

Es ist auch das erste Mal, dass ein französischer Präsident während seiner Amtszeit Vater geworden ist. Um sich nicht der Kritik auszusetzen, das Privatleben während des bevorstehenden Präsidentschaftwahlkampfs zu instrumentalisieren, hatten die Sarkozys die Schwangerschaft nie offiziell bekanntgegeben.

Bruni gab jedoch einige Interviews, in denen sie ankündigte, dass sie das Kind nicht der Öffentlichkeit preisgeben wolle und es deswegen auch keine Fotos geben werde. Das Geschlecht des Kindes kannten Sarkozy und Bruni vorher nicht. "Man spart sich eine Überraschung auf, die natürlich eine schöne Überraschung ist", sagte Bruni der Onlineausgabe des Figaro zufolge in einem Fernsehinterview, das am Donnerstagabend gesendet werden soll.

Die Sängerin, die zuvor Karriere als Model gemacht hatte, hatte ihren Kinderwunsch nie verheimlicht. Auf einer Indien-Reise im Dezember 2010 hatte sie etwa ein Mausoleum besucht, wo Frauen traditionell um Kindersegen bitten.

Ihre ältere Schwester, die Schauspielerin Valeria Bruni-Tedeschi, hatte wenige Monate zuvor ein Kind aus dem westafrikanischen Senegal adoptiert. Auch die Frau des Präsidenten hatte mit dem Gedanken an eine Adoption gespielt, wenn es aus Altersgründen nicht mehr klappen sollte: "Ich werde nicht gegen die Natur angehen", hatte sie der Zeitschrift Figaro Madame gesagt.

Sarkozy hatte sich bei seiner Amtseinführung 2007 von seiner damaligen Frau Cécilia und den fünf Kindern ihrer Patchwork-Familie begleiten lassen. Ihr gemeinsamer Sohn Louis wünschte ihm vor laufenden Kameras "Viel Glück, Papa". Seine beiden anderen Söhne Pierre und Jean stammen aus Sarkozy erster Ehe mit seiner damaligen Frau Marie-Dominique.

Nur wenige Wochen nach seiner Scheidung von Cécilia zeigte sich Sarkozy mit der franko-italienischen Sängerin Carla - und deren Sohn Aurélien, den er auf einer Jordanienreise auf den Schultern trug. Wegen der vielen Fotografen hielt der Junge beide Hände vors Gesicht.

Seine Mutter bedauerte später, ihren Sohn auf diese Weise der Öffentlichkeit ausgesetzt zu haben. "Das war ein Fehler, ich hätte wissen müssen, dass Fotografen da sein würden, ich war unvorsichtig", räumte sie später ein. Deswegen werde es von dem neuen Kind auch keine Fotos geben, hatte sie kurz vor der Geburt betont.