War Johnny Depp zur Halloween-Party bei den Obamas? Wenn ja, warum haben sie das verheimlicht? Und welche Rolle spielt die beliebte First Lady tatsächlich im Weißen Haus? Antworten auf solche Fragen findet ein Enthüllungsbuch über die Präsidentenfamilie - das in den USA für viel Aufregung sorgt.
Das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur kann man getrost vergessen. In Washington interessiert dieser Tage nur eines: War Johnny Depp im Oktober 2009 zur ersten Halloween-Party bei den Obamas im Weißen Haus? Wenn ja, warum haben sie das verheimlicht, wo doch sonst die prominenten Gäste des Präsidentenpaares stets ausführlich der Öffentlichkeit präsentiert werden? Was hat die First Lady damit zu tun, und welche Rolle spielt Michelle Obama tatsächlich im Weißen Haus?
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Eine neue Biographie skizziert Michelle Obama als die wahre Macht im Weißen Haus. (© AP)
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Auslöser all dessen ist ein Buch mit dem simplen Titel Die Obamas, das die New York Times-Reporterin Jodi Kantor geschrieben hat und das in dieser Woche auf den Markt kommt.
Die Aufregung in der Hauptstadt ist groß - zum einen, weil es ein paar neue Klatschgeschichten enthält, die natürlich am meisten interessieren. Zum anderen aber, weil Kantor nicht nur schildert, wie zögernd und fast widerstrebend sich Michelle Obama auf ihre Rolle als erste Ehefrau der Nation eingelassen hat, sondern auch sehr detailliert den Einfluss der populären First Lady auf die politischen Prioritäten ihres Mannes darstellt.
Kantor zufolge erwog Michelle Obama zunächst, nicht gleich beim Amtsantritt ihres Mannes im Januar 2009 ins Weiße Haus einzuziehen, sondern erst im Sommer mit den beiden Töchtern nachzukommen, wenn sie ihr Schuljahr in Chicago beendet hätten. Obamas Berater hätten Kopf gestanden. Schließlich habe sie eingewilligt, aber nur, schreibt Kantor, weil so die Familie zusammenbleiben würde.
Im Weißen Haus sei Michelle dann schockiert gewesen, dass sie nichts mehr unbeobachtet tun konnte: nicht den Hund Bo ausführen, nicht ohne einen Tross von Bodyguards die Töchter zum Fußball begleiten. Sie schaffte das traditionelle Dinner der First Lady für die Ehegatten der Kongressabgeordneten ab und erklärte, nur an zwei Tagen in der Woche für offizielle Verpflichtungen zu Verfügung zu stehen. Im Weißen Haus kursierten bald Witze darüber, wie schwer es sei, sie für einen Termin zu gewinnen.
Besonders irritierte Michelle, so Kantor, dass Obamas Berater nicht nur sein, sondern auch ihr Image in der Öffentlichkeit kontrollieren wollten. Sie habe sich als erste afroamerikanische First Lady ohnehin ein Auftreten ohne Fehl und Tadel verordnet, mit perfektem Erscheinungsbild bei Musikabenden und Staatsbanketts. Sie habe das Gefühl gehabt, "dass jeder nur darauf wartet, dass eine schwarze Frau einen Fehler macht" - so zitiert Kantor einen Interviewpartner aus der direkten Umgebung Obamas - und beweisen wollen, dass nach den drögen Bush-Jahren wieder Geschmack und Glamour im Weißen Haus herrschten.
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Na und ?
Gut, wenn noch eine Stimme des Gewissens da ist und nicht in Ohnmacht und Hilflosigkeit oder Kaufräusche verfällt.
In so einem "hohen" Amt wird die Luft dünner und echte Freunde und Freundinnen werden rar.
Berater sind auch immer nicht die besten, haben Eigeninteressen, könnten Spitzel oder bestochen worden sein.
Sehe ich mir die Politik Obamas jetzt an, seine Zugeständnisse an Guantannamo oder an das Militär, welches jetzt jeden auch nur Terrorverdächtigen vor ein Militärgericht ohne Anklage stellen und inhaftieren kann, diese auch aus jedem anderen Land geholt werden und nur in Ausnahmefällen zivile Gerichte sich einschalten können,
dann ist eine unmanipulierbare, beherzte und ethisch verantwortliche Frau an seiner Seite mehr als Gold wert.
Frau Obama wird mir immer sympatischer
der etwas erzählen kann! "Schon nach wenigen Monaten begann sie Obamas Berater zu kritisieren - nicht offen, sondern daheim in der Privatwohnung" und woher will man es wissen, hat man Wanzen in der Wohnung installiert?
Als Obama die Präsidentschaft mit dem schwierigen Erbe von G.Bush übernahm, wusste man bereits, dass die "Aufräumarbeiten" länger als eine Wahlperiode dauern würden. Jetzt beginnen wieder die Wahlen mit den üblichen Schlammschlachten und dazu gehören eben auch Berichte wie in diesem Artikel. God bless America!