Osama Bin Laden und Hillary Clinton: Zwei Fotos versetzen Amerika in Aufregung - doch es stellt sich die Frage: Warum glaubt die Welt so sehr an Bilder?
Was ist da los? Mutmaßlich zwei Bilder versetzen die USA gerade in Aufruhr. Da ist zum einen das Bild - oder sind es die Bilder? - der wohl verstümmelten Leiche Osama bin Ladens. Dieses Bild soll, respektive diese Bilder sollen auf Anordnung des US-Präsidenten Barack Obama vorerst nicht veröffentlicht werden.
Video
Obama: – Kein Foto von bin Laden (© reuters)
Anzeige
Und dann gibt es ein tatsächlich um die Welt gegangenes Foto, das während der Live-Schalte der Militäraktion gegen Bin Laden im "Situation Room" geschossen wurde. Es zeigt unter anderem den Präsidenten, seine Außenministerin Hillary Clinton, den Verteidigungsminister, den Vizepräsidenten, den Vize-Sicherheitsberater und einen Brigadegeneral.
Auffällig an diesem Foto, das gleich nach seiner Freigabe durch das Weiße Haus in nahezu allen Online-Publikationen und Tageszeitungen weltweit veröffentlicht wurde, ist nicht nur, dass es im Vordergrund nur eine Frau unter Männern zeigt. Alle starren gebannt auf einen Monitor, der nicht im Bild ist, auf dem angeblich die minutiös vorbereitete Erstürmung der Bin-Laden-Villa in Pakistan gezeigt wird. Auffällig an diesem Bild ist auch, dass Hillary Clinton auf diesem Foto Emotionen zeigt. Als Einzige.
Während die Männer mehr oder weniger angespannt in Richtung Monitor schauen, sieht man die Außenministerin schreckensstarr. Sie hält eine Hand vor den Mund, ganz so, als ob sie dem eingeblendeten Geschehen nur fassungslos, überfordert, ja verängstigt folgen könne.
Dieses Foto sorgt nun gerade deswegen für Ärger in der US-Regierungsmannschaft. Der mutmaßlich "schwache Eindruck", den Hillary Clinton da macht, passt nicht zum Bild einer starken, durchsetzungsfähigen Außenministerin, das, offenbar ausschließlich, der Welt präsentiert werden soll. Und es passt schon gar nicht zum Bild einer mit ruhiger Hand und konzentriert in jeder Lage agierenden Präsidentin, die Clinton ja gerne geworden wäre - gegen Obama.
Die "38 intensivsten Minuten ihres Lebens"
Angeblich, so hört man, ist Hillary Clinton wegen des Bildes erzürnt, beziehungsweise wegen der Stimmung, die es vermittelt. Und sie sieht sich sogar genötigt, eine Erklärung abzugeben: Zwar seien es die "38 intensivsten Minuten ihres Lebens" gewesen, doch was in ihr vorgegangen sei, als das Foto entstand, wisse sie nicht mehr. Vielleicht habe sie nur ein Husten oder Niesen unterdrücken wollen, erklärte sie.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
- Thema
- Osama bin Laden RSS
- Obamas Bin-Laden-Rede Obamas Gratwanderung 03.05.2011
- Reaktionen auf Bin Ladens Tod Das Teuflische im Guten 04.05.2011
- Seebestattung von Osama bin Laden Sein Grab ist das Meer 04.05.2011
- Toter Bin Laden Obama will Leichenfotos "nicht als Trophäe auftischen" 05.05.2011
- Freude der Kanzlerin über Bin-Laden-Tod CSU-Veteran Glück: Merkels Verhalten "sehr irritierend" 05.05.2011
- Osama bin Ladens Vermächtnis Der Löwe des Dschihad 12.05.2011
- Osama bin Laden Terror-Phantasien auf USB-Sticks 12.05.2011
oder heisst er usama...
wer 3000 amerikaner in einer spektakulären aktion killt
oder killen lässt..
der kann nicht im ernst glauben das er lebendig überführt wird..
das hat er gewusst und in kauf genommen.
wer staatsfeind nr. 1 ist und die usa verhöhnt, würde niemals
lebendig die usa erreichen.
das ist die logik der usa und die hat bin laden gekannt sonst hätte
er sich nicht gut versteckt.
( alter trick: versteck dich da wo der gegner dich zuletzt vermutet...)
DER wohl wichtigste Artikel bezügl. der PROPAGANDA-SCHLACHT der letzten Tage !
Frau Clinton sollte die Frage beantworten, was sie denn gesehen habe, als das Foto gemacht wurde. Das brachte sie in einige Verlegenheit, denn obwohl uns doch erzählt wurde exakt dieses Foto zeige die hohen Herrschaften bei der Live-Übertragung, kann sich nun niemand mehr erinnern, was er da eigentlich gesehen hat. Auch Obama konnte sich irgendwie nicht mehr so richtig erinnern an irgendetwas erinnern.
Schwere Gedächtnisschwäche , denn obwohl angeblich 40 Minuten direkt übertragen wurden und alle -offensichtlich ;) - voller innerer Anspannung zusahen, hat letztlich keiner etwas gesehen, was er irgendwie beschreiben könnte.....
Frau Clinton wollte ein Niesen unterdrücken....aha.....ja.....
Aber das hat nichts mit Boshaftigkeit zu tun, sondern mit realer Betrachtungsweise.
"Osama Bin Laden machte Politik, auf seine eigene Art. Dennoch ist er nicht weniger Wert, als Angela Merkel."
Und ich dachte schon, ich sei böse ...
Paging