BBC-Scherz Adele überrascht Doppelgängerinnen

Wie würde die echte Adele bei einem Wettbewerb für Coversängerinnen abschneiden? Für die BBC hat sie es ausprobiert.

Bei bestimmten Coverversionen halten sich Zuschauer von Casting-Shows schon die Ohren zu. Wenn ein pickliger Schlacks kurz nach dem Stimmbruch versucht, den Freddie Mercury zu machen und "We are the Champions" anstimmt, zum Beispiel. Oder wenn Möchtegern-Sängerinnen sich am "You-uuhuu-uuhuu" von Whitney Houstons "I will always love you" verschlucken.

Auch Adele hat eine derartige Ausnahmestimme, dass auch begabte Hobbysängerinnen nur scheitern können, wenn sie Hits wie "Rolling in the Deep" oder "Skyfall" performen.

Die BBC hat nun einige Adele-Cover-Sängerinnen zu einem Wettbewerb eingeladen - und die richtige Adele als "Jenny" mit falschem Kinn und falscher Nase mitmachen lassen. Der Popstar, dessen neues Album am Freitag erschien, gab sich als Kindermädchen aus, seit vier Jahren würde sie nebenbei als Coversängerin arbeiten. "Aber in letzter Zeit hat es nicht viele Anfragen gegeben", so erzählte es Jenny den anderen Adeles, während sie auf ihren Auftritt warteten. Die anderen Frauen sind große Fans ("Ich kann es nicht erwarten, dass das neue Album herauskommt"), erkannten ihr Idol aber zunächst nicht.

"Jenny" bekam dann erstmal Lampenfieber und verpasste ihren Einsatz. Doch als sie schließlich zu singen begann, runzelten die Zuhörerinnen erst die Stirn - dann fällt bei einer nach der anderen der Groschen. "Das ist doch wohl ein Witz", sagt die eine, während die andere sich noch einige Takte lang sicher ist: "Das ist sie nicht!"

Aber sie ist es. Da werden Träume wahr. "Dreams come true", singen alle Sängerinnen gemeinsam, einer kommen die Tränen und eine andere sagt am Ende ganz richtig: "Man kann sie einfach nicht imitieren."

Können diese Augen lügen?

Sie ist die weiße weibliche Soulstimme ihrer Generation, doch worüber singt sie? Adele stimmt auf ihrem neuen Album "25" ein Requiem auf die eigene Jugend an. Mit 27 Jahren. Ist das nicht ein bisschen verfrüht? Von Jan Kedves mehr...