"1914 - Welt in Farbe"Das Leuchten vor dem Krieg

Ein einmaliges Archiv aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg: Der Idealist Albert Kahn schickte Fotografen um die Welt, um mit der neuen Technik der Farbfotografie das Leben ferner Menschen und Kulturen zu dokumentieren. 100 Jahre später sind die Bilder in einer Ausstellung in Bonn zu sehen.

Von Irene Helmes

"1914 - Welt in Farbe" – Paris

Ein einmaliges Archiv aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg: Der Idealist Albert Kahn schickte Fotografen um die Welt, um mit der neuen Technik der Farbfotografie das Leben ferner Menschen und Kulturen zu dokumentieren. 100 Jahre später sind die Bilder in einer Ausstellung in Bonn zu sehen.

2014 wird das Jahr des Rückblicks auf den Beginn einer der größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts werden. Viel wird da von Imperialismus und Nationalismus zu sehen und lesen sein, von aberwitziger Aufrüstung, von Vorurteilen und kultureller Arroganz. Eine Schau in Bonn zeigt nun eine andere Seite der Epoche. "1914 - Welt in Farbe. Farbfotografie vor dem Krieg" heißt die Ausstellung, die in den kommenden Monaten im LandesMuseum Bonn zu sehen sein wird. Der gleichnamige Begleitband ist im Hatje Cantz Verlag erschienen. Im Mittelpunkt: das Projekt "Les Archives de la planète" des jüdischen Bankiers Albert Kahn.

Im Bild: Eine Familie in der Rue du Pot de fer, fotografiert von Stéphane Passet am 24. Juni 1914 in Paris.

Bild: Musée Albert-Kahn, Département des Hauts-de-Seine 25. September 2013, 12:132013-09-25 12:13:26 © Süddeutsche.de/cag/hum/odg