An Förderschulen ist die Gefahr besonders hoch, am Ende ohne Abschluss dazustehen. Aber auch an Hauptschulen sieht es für Schüler düster aus - je nachdem, wo sie leben.
Jede Menge Zahlen, erschreckende Ergebnisse: Der Anteil von Schülern ohne Hauptschulabschluss ist in Ostdeutschland deutlich höher als in Westdeutschland. Das ist das zentrale Ergebnis einer in Gütersloh veröffentlichten Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Danach blieben im Jahr 2008 in Mecklenburg-Vorpommern fast 18 Prozent der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss. In Baden-Württemberg waren es nur rund fünfeinhalb Prozent.
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Die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss ist im Osten Deutschlands besonders hoch, ergab eine Studie des Schulforschers Klaus Klemm. (© ddp)
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Erstmals enthüllt die Studie auch gravierende Unterschiede auf Kreisebene. So blieben in Wismar in Mecklenburg fast ein Viertel der Abgänger ohne Hauptschulabschluss. In den bayerischen Landkreisen Würzburg und Eichstätt waren es lediglich rund zweieinhalb Prozent.
Von den westlichen Bundesländern weisen die Stadtstaaten Hamburg (8,9 Prozent) und Bremen (8,2 Prozent) ebenso wie das Flächenland Schleswig-Holstein im Vergleich hohe Anteile von Schülern ohne Abschluss auf. Im Osten ist Thüringen mit 9,4 Prozent das Land mit dem niedrigsten Anteil.
Von den Städten über 500.000 Einwohnern hat Stuttgart bundesweit mit 7,3 Prozent prozentual die wenigsten Betroffenen, Leipzig mit 16,4 Prozent die meisten. Bundesweit erreichten 65.000 Schulabgänger (7,5 Prozent) im Jahr 2008 keinen Abschluss.
Jörg Dräger, für Bildung zuständiges Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, sagte: "Es ist eine Katastrophe, dass so viele junge Menschen ohne Schulabschluss dastehen - wir brauchen mehr individuelle Förderung in den Schulen und mehr Chancen auf eine anschließende Berufsausbildung."
Jugendliche ohne Schulabschluss haben geringere Chancen auf einen Ausbildungsplatz, ein höheres Arbeitslosigkeitsrisiko und müssen - sofern sie überhaupt erwerbstätig werden - mit einem niedrigeren Einkommen rechnen.
Der Untersuchung zufolge ist die Situation von Förderschülern besonders alarmierend. Je nach Bundesland erreichen zwischen 57 und 97 Prozent von ihnen keinen Hauptschulabschluss. Als Folge stammt mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die 2008 die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, aus Förderschulen. Knapp 27 Prozent besuchten die Hauptschule, die übrigen 20 Prozent verteilten sich auf andere Schulformen.
In den Hauptschulen ist die Lage dort besonders problematisch, wo die Schüler überwiegend aus sozial schwierigen Milieus stammen. Hier könne das Zusammenlegen unterschiedlich anspruchsvoller Bildungswege weiterhelfen, meinte Dräger. "Diese Schulen brauchen aber auch dringend zusätzliche Investitionen - entsprechend müssen wir die finanziellen Mittel vor allem dort einsetzen, wo die Herausforderungen am größten sind."
Die Studie zeigte erwartungsgemäß, dass Kinder mit ausländischer Staatsangehörigkeit überdurchschnittlich häufig nach dem Schulbesuch ohne Abschluss dastehen. Zugleich nimmt in den Schulen die Zahl von Kindern mit ausländischen Wurzeln ständig zu. Dräger forderte, "früh in gute Kitas und Ganztagsschulen zu investieren statt spät zu reparieren". Die Schulen könnten dieses Problem aber nicht alleine bewältigen: "Sie brauchen vor Ort die Unterstützung von Politik, Verwaltung und Bürgern."
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(sueddeutsche.de/dpa/dapd/holz)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
wieso haben Osteuropäische Schüler (Russen, Polen etc.) und Asiatische bessere Schulabschlüsse als Muslime)?
Antwort von Pravda:
Weil sie sich BEMÜHEN!
Anfrag an Pravda:
Warum gibt es in Ostdeutschland mehr Schulabbrecher als in Westdeutschland, obwohl es dort kaum "Migranten" gibt?
Antwort von Pravda:
Weil der Osten, auch nach dem Untergang der UdSSR, immer noch an der Doktrin "dummes Volk=gutes Volk", hängt.
Wo es keine Perspektiven gibt (ob tatsächlich oder nur gefühlt) wird auch nicht auf die Zukunft hingearbeitet. Es fehlt an Selbstvertrauen, an Ideen, an positiven Vorbildern, am Gefühl, dazu zu gehören, eben an Perspektiven.
Das Problem ist nicht der Migrationshintergrund, der macht es wohl öfters noch schwerer, das Problem ist die Schulpolitik, die es mit Unterstützung des Bürgertums für eine gute Idee hält, Kinder schon mit 10 Jahren auszusortieren.
Die Bildungssysteme der Ostländer sind an die Westländer gekoppelt. Jedes Land im Osten hat ein Partnerland im Westen, dessen Bildungssystem es übernommen hat.
Aber in der Politik dominieren immer noch die alten SED-Seilschaften. Ind diese haben bewiesenermaßen die DDR ruiniert.
In der Erziehung ging Indoctrination vor Bildung.
Die Ergebnisse kann man heute überall "bewundern", wo Rot-Rot oder die S(K)PD regiert. (sowohl in Ost als auch in West).
Die Studie ist aus meiner Sicht murks. In Meck Pom wird mehr und schneller der Schulstoff bei gelehrt als in Hamburg. Die Förderschüler lernen in Hamburg kaum was, mehr das sie auf dem Spielplatz spaß haben können und in der Schule sind Lehrer mangelware. In Mecklenb. Vorpommern gibt man sich mühe die Kinder auf die V-Stufe vorzubereiten, die den Kindern den Hauptschulabschluss ermöglicht. Auch wird in vielen Schulen schon die Ganztagsschule angewendet. Denn ich spreche aus Erfahrung. Und die vorherrschende Politik wird ganz sicher kein Grund dieser seltsamen Studie sein. Ich bin ein Ossikind und habe einen Realschulabschluss und meine Schwester hat ihr Abbi in der Tasche und Studiert jetzt Berufschullehrer. Auch sind weniger ausländische Kinder im Osten zu Hause als im Westen. Die Studie ist schwachsinnig.
Was für ein überraschendes Ergebnis, dass Förderschüler häufiger keinen Abschluss haben, als ander!!!
Förderschulen sind nun einmal die Schulen, auf denen die Schüler mit anerkannter Behinderung unterrichtet werden!!! Es wäre ein Wunder, wenn deren Abschlussquoten höher wären, als die einfacher Hauptschüler, nach dem alle diese Förderschüler es eben nicht auf die Hauptschule als Regelschule geschafft haben!
Im übrigen werden die Abschlussaussichten von z.B. geistig und leider in Kombination auch oft körperlich schwer behinderten Kindern auch nicht besser, wenn man sie im Rahmen der Inklusion einfach auf ein Gymnasium steckt.
(Ich rede hier nicht von Rollstuhlfahren oder einfach nur Hörgeschädigten usw.)
Auf dieser Schulart geht es eben nicht nur darum einen Abschlusstitel zu erreichen, da ist es schon ein Erfolg, wenn ein selbstbestimmtes Leben möglich ist!
Paging