Ehrenamt im Studium Engagement zählt bei Bewerbungen

Bisweilen hilft ein ehrenamtliches Engagement auch schon während des Studiums weiter. So kann es etwa bei der Bewerbung für ein Stipendium ausschlaggebend sein (Lesen sie hier alles zum Thema Stipendienbewerbung.). Das hat Karin Kröger erlebt: Die Doktorandin war beinahe während ihres gesamten Studiums in Erfurt ein aktives Mitglied beim Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen und Beisitzerin im dortigen Kreisvorstand. Zudem engagierte sie sich als studentische Vertreterin im Verwaltungsrat der Universität. "Dann war ich Gründungsmitglied der Campusgrünen und habe einen Arbeitskreis ,Antidiskriminierung' gegründet."

Neben dieser Arbeit hat sich Kröger lange als Tutorin für ausländische Studenten engagiert. Für sie war es wichtig, "etwas außerhalb der Uni zu haben und die Stadt, in der ich lebe, zu verstehen." Gleichzeitig wollte sie die Uni nicht nur als Studentin kennenlernen, sondern auch in der Institution mitwirken.

Berechnung schadet eher

Eva Mitterreiter möchte die Erfahrungen nicht missen, die sie während ihres Aufenthaltes in Taiwan gemacht hat.

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Als sie sich für einen Studienaufenthalt in den USA um ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes bewarb, wurde ihr Engagement bemerkt: "Das hat mir sicher geholfen." Auch sonst wirkt sich ihr Einsatz bereits vor dem Abschluss ihrer akademischen Laufbahn positiv aus: Sie habe, erklärt sie, Angebote bekommen, für die Grünen zu arbeiten.

Doch sie hält es für entscheidend, dass das eigentliche Interesse an der Tätigkeit selbst bestehen müsse: "Ich habe mich nie aus der Absicht heraus engagiert, damit einen Job zu bekommen." Wer ein Ehrenamt annimmt, nur um im Lebenslauf damit punkten zu können, sollte wohl lieber gar nicht erst antreten. Denn es braucht viel Zeit und Energie, um die zusätzliche Belastung auszuhalten. Oft kommt ein klassischer Studentenjob dazu, der das monatliche Budget aufbessern soll.

Auch Mitterreiter hat sich nicht aus Berechnung für den "Pluspunkt im Lebenslauf" entschieden. Genau das könnte wiederum der Grund sein, warum ein Personaler diese Zeit möglicherweise als besonders positiv einschätzen wird.