Arbeiten trotz Hitze Halbe Leistung bei 33 Grad

Auf Hochtouren kühlen

Sommer im Büro

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Studien haben demnach ergeben ergeben, dass ein durchschnittlicher Arbeiter bei 28 Grad nur 70 Prozent der Leistung erbringt, die er bei 20 Grad schafft. Wenn die Temperaturen auf 33 Grad steigen, arbeitet man nur noch halb so effizient.

Trotzdem ist es nicht ratsam, Büros im Hochsommer übermäßig zu kühlen. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin vom TÜV Rheinland, warnt in einer Mitteilung, bei mehr als sechs Grad Unterschied zur Außentemperatur müsse der Körper beim Verlassen des Gebäudes schlagartig auf Hochtouren kühlen.

Außerdem werde, wer verschwitzt einen kalten Raum betrete, doppelt gekühlt. "Das kann eine Erkältung oder einen steifen Nacken verursachen." Roth empfiehlt, Klimaanlagen regelmäßig zu warten. Sonst würden Keime möglicherweise zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen. Außerdem könnten Klimaanlagen die Luft schneller austrocknen, was zu geröteten Augen, Hautirritationen oder laufender Nase führe.

Drucker und Kopierer ausstellen

Auch ohne Klimaanlage lässt sich der Sommer erträglicher machen. Der TÜV rat dazu, Hitzequellen wie Computer, Drucker und Kopierer wenn möglich ganz auszustellen. 70 Prozent der intern erzeugten Wärme stammt aus solchen Geräten, wie eine Studie zu effizienter Energienutzung in Bürogebäuden im Auftrag des Bayrischen Landesamtes für Umwelt ergab. Danach entfallen die restlichen 30 Prozent auf Körperwärme und Beleuchtung.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt, Sonnensegel oder Fensterläden außen am Gebäude anzubringen. Dies sei sinnvoller als Jalousien an der Innenseite der Fenster. Vorhänge und anderer Sonnenschutz sollten hell sein und reflektieren, rät die BAuA und verweist auch auf Tischventilatoren als Ersatz für Klimaanlagen. Diese könnten allerdings für Allergiker kritische Pollen oder Staub aufwirbeln.