Zu laut, zu warm, zu trocken: Beschäftigte in Großraumbüros sind unzufriedener mit ihrem Job - und setzen ihre Gesundheit aufs Spiel.
Wer im Großraumbüro sitzt, erkrankt häufiger als der Kollege im Einzelbüro. Das hängt jedoch nicht nur mit der Raumausstattung zusammen, sondern auch mit der allgemeinen Arbeitszufriedenheit in den verschiedenen Bürotypen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schweizer Studie, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern durchgeführt wurde. Befragt wurden 1230 Personen zwischen 16 und 65 Jahren aus 116 Betrieben.
Im Großraumbüro hat es nie die richtige Temperatur. Dem einen ist es zu kalt, dem anderen zu warm. (© Foto: dpa)
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Nervige Gespräche
In Großraumbüros gibt es demnach zahlreiche Faktoren, die als störend empfunden werden. So litten 50 Prozent der befragten Großraum-Arbeiter oft oder ständig unter nervigen Gesprächen oder Telefonaten, 28 Prozent unter lauten Geräten. Mehr als ein Drittel störte sich an der Trockenheit im Raum, fast ebenso viele monierten abgestandene oder schlechte Luft. Bei der Raumtemperatur ist es offenbar schwer, alle Kollegen zufriedenzustellen: Ein Viertel der Befragten empfand das Büro grundsätzlich als zu warm, ein Fünftel beschwerte sich über wechselnde Temperaturen.
Während in Einzelbüros nur neun Prozent der Beschäftigten häufige Unterbrechungen beanstandeten, waren es in Büros mit mehr als 50 Personen fast 70 Prozent.
Brennende Augen
Die am häufigsten mit dem Arbeitsplatz zusammenhängenden gesundheitlichen Symptome waren gereizte, brennende oder juckende Augen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schweregefühl im Kopf und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit. Alle Symptome traten in kleineren Büros seltener auf als in großen Büros.
Bei der Einstufung der Stressigkeit ihrer Arbeit gab es hingegen kaum Unterschiede zwischen Großraum- und Einzelbüro-Arbeitern. In beiden Gruppen bewerteten etwa acht Prozent ihre Arbeit als sehr stressig, 25 Prozent als recht stressig, 52 Prozent als wenig stressig und 14 Prozent als überhaupt nicht stressig.
Nicht prinzipiell schlechter
Dennoch war die allgemeine Arbeitszufriedenheit in kleinen Büros deutlich höher. Der Job wurde als attraktiver bewertet, produktives und befriedigendes Arbeiten war häufiger möglich.
Die Schlussfolgerung der Luzerner Forscher: "Größere Büros sind nicht generell schlechter als kleine." In Großraumbüros müsse jedoch ein stärkeres Augenmerk auf Raumakustik, Lüftungstechnik und Rückzugsmöglichkeiten gelegt werden. Wichtig sei außerdem ein gemeinsamer Verhaltenskodex.
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(SZ vom 15.05.2010/holz)
Wettmanipulation im Fußball
Wir rauchen uns ja in der Freizeit in Restaurants freiwillig komplett zu und tolerieren dabei freudig Lungekrebs, Herzkreislaufkrankheiten etc. Wenn man der Tabaklobby glauben darf, dann ist das ja sogar integraler Bestandteil Bayerischer Kultur!
...in den heutigen zeiten kann man sich nicht mehr den luxus leisten, gute arbeitsbedingungen zu haben, da steht ein fester arbeitsplatz an erster stelle.
PS: traurig aber wahr
Sowas gibt's noch. Kann ich Ihnen mind. eine Firma nennen, bei der Großraumbüros immer noch als die neueste und beste Erfindung gelten und auch im Neubau in enormer Größe so eingerichtet wurde.
Das darunter die Arbeitsleistungen massiv leiden, interessiert niemanden.
Und das mit den Regel, die man lt. Artikel vereinbaren soll, kann man auch in die Tonne treten.
Wenn 40-50 Leute in einem Raum sitzen und arbeiten, entstehen automatisch Geräusche. Da reicht schon das Geklapper der Tastaturen, und Telefonieren muss auch jeder mal. Nur gibt es allenfalls zwei Rückzugsecken, sofern diese nicht mit Besprechungen blockiert sind.
Und wenn man das ganze perfekt machen will, dann platziert man auch die Kaffeeküche offen, ohne Tür, mitten im Büro.
Wie ja bereits das Foto vermuten lässt - wo gibt es denn heute noch Röhrenbildschirme? Aber das war vermutlich ein Bild aus dem Archive und war der Artikel auch aus dem Archive?