Wie gefährlich ist die E-Zigarette? Gibt es verbindliche Standards bei der E-Zigarette?

Vor einiger Zeit explodierte einem US-Amerikaner eine E-Zigarette im Mund, er verlor durch die Detonation mehrere Zähne und ein Stück seiner Zunge. Es ist nicht klar, ob der Mann mit dem Dampfgerät experimentiert oder ein fehlerhaftes Fabrikat erwischt hat.

Dass die oft über das Internet angebotenen E-Zigaretten Mängel haben können, wurde allerdings hinlänglich festgestellt. So testeten Wissenschaftler der University of California Produkte von sechs unterschiedlichen Marken und hatten etliches zu beanstanden: Bestellungen wurden falsch ausgeliefert, der Nikotingehalt war unklar, Gebrauchsanleitungen waren falsch zugeordnet, die Kartuschen leckten, sodass nikotinhaltige Flüssigkeit auf die Hände der Nutzer oder ihre Umgebung tropfte.

Gesetzliche Vorgaben, was genau die E-Zigaretten enthalten dürfen und wie sie deklariert werden müssen, gibt es in Deutschland seit Mai 2016. Mit Verabschiedung dieser Gesetze - das neue Tabakerzeugnisgesetz (TabakErzG) und die Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie II (TPD2) - wurden erstmals regulatorische Maßnahmen für die Verbreitung von E-Zigaretten und eLiquids definiert.

Ist der Konsum und Verkauf legal?

In Australien, Brasilien, Dubai, Mexiko, Singapur und Thailand - zum Teil Länder mit sehr strenger Anti-Rauch-Politik - bestehen weitreichende Verbote für E-Zigaretten. In Deutschland sind Erwerb und Konsum ab dem 18. Lebensjahr erlaubt. Bei der Werbung gelten die gleichen Einschränkungen wie bei herkömmlichen Zigaretten. Die Verpackungen müssen, wie auch bei Tabak-Produkten, mit einem gesundheitsbezogenen Warnhinweis versehen sein.

Elektronische Zigaretten dürfen nur frei gehandelt werden, sofern die Flüssigkeit nur Inhaltsstoffe von hoher Reinheit enthält und, das Nikotin ausgenommen, kein Risiko für die Gesundheit darstellt. Der Nikotingehalt der Flüssigkeit muss unterhalb von 20 mg/ml liegen, das Volumen der Nachfüllbehälter darf zehn Milliliter nicht überschreiten.