Wie gefährlich ist die E-Zigarette? Gefährdet die E-Zigarette Passivraucher?

Da schon nicht eindeutig geklärt ist, wie schädlich das elektronische Dampfen für den Konsumenten ist, ist die Gefahr für Dritte noch schwerer abzuschätzen. Denn es kommt die Frage hinzu, wieviel der Inhaltsstoffe über den Dampf überhaupt abgegeben und verbreitet werden.

Für die E-Zigarette spricht, dass die gängigen Produkte nicht pausenlos vor sich hinnebeln, sondern den Dampf nur auf Knopfdruck freigeben. In die Umgebung gelangt nur, was der Dampfer ausatmet. Und dies scheint in vielen Fällen weniger Schadstoffe zu enthalten als normaler Zigarettenrauch.

Tunga Salthammer, Chemiker am Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut in Braunschweig, hat in einer Untersuchung festgestellt, "dass die durch den Konsum von E-Zigaretten in die Umgebungsluft freigesetzte Menge an vielen organischen Verbindungen geringer ist als die aus herkömmlichem Zigarettenqualm". Die Menge an Propylenglykol ist bei den elektronischen Zigaretten dagegen höher.

Ein weiterer Unterschied ist dem Experten zufolge die Beschaffenheit der Teilchen, wie er der SZ sagte: Die winzigen Teilchen im ausgeatmeten Dampf der E-Zigarette "lösen sich mit der Zeit auf und gehen in die Gasphase über. Die Partikel im Zigarettenrauch sind dagegen Feststoffe. Sie verbleiben als solche in der Luft oder lagern sich in der Umgebung ab".

Das BfR geht allerdings davon aus, dass Umstehende durch die Dämpfe gefährdet werden könnten. Das Institut verweist vor allem darauf, dass die Konsumenten mit den nachfüllbaren Kartuschen experimentierten und auch bedenkliche Substanzen verwenden könnten. Niemand kann damit wissen, was genau der E-Raucher neben ihm in die Luft bläst.