Wie gefährlich ist die E-Zigarette? Wie schädlich ist der Konsum?

Mittlerweile gibt es hunderte Studien zur E-Zigarette und langsam schält sich der Eindruck heraus, dass viele der elektronischen Dampfgeräte weniger schädlich sind als die herkömmliche Zigarette. Zu diesem Ergebnis kam auch eine Übersichtstudie aus dem Juni 2014, die den aktuellen Stand der Forschung zusammenfasst.

Thomas Hartung, Toxikologe an der amerikanischen Johns Hopkins Universität schätzt, dass die Gesundheitsrisiken der E-Dampfer insgesamt etwa zehn Mal niedriger liegen als die der normalen Raucher. Denn beim Verbrennen des Tabaks gelangen mehr als 4000 verschiedene Chemikalien, davon 90 krebserregende, in den Körper. Wie viele es bei der E-Zigarette sind, ist nicht ganz klar. In einigen E-Zigaretten hat man bereits Gifte wie Nitrosamine, Diethylenglykol und Formaldehyd gefunden. Es ist zudem fraglich, welche Chemikalien beim Verdampfen der Aromastoffe entstehen. Doch insgesamt dürften E-Dampfer deutlich weniger Schadstoffe zu sich nehmen.

Weniger schädlich heißt allerdings nicht harmlos. Auch E-Zigaretten enthalten in aller Regel Nikotin - einen Suchtstoff. Lungenärzte sind zudem über das Propylenglykol besorgt. Das Verneblungsmittel kann die Atemwege reizen. Wie sich das auf lange Sicht auswirkt, weiß niemand.