Kuriose Smartphone-Anwendungen App-sonderliches für die Gesundheit

Linderung im Handy-Umdrehen? Das Telefon soll heute den Arzt, ach was, den Laboranten, den Masseur, sogar den Kammerjäger ersetzen. Gesundheits-Apps, die Sie sich sparen können.

Von Berit Uhlmann

Mit einem Wisch sollen sie weg sein - Rückenschmerzen, Insekten, Sorgen um die körperliche und geistige Fitness. Gesundheits-Apps bieten längst nicht mehr nur Informationen oder Tabellen zum Eintragen diverser Leibeswerte an. Sie sollen das Telefon in ein Labor, Mikroskop oder Massagetool verwandeln. Sechs kuriose Beispiele.

Urintest per Smartphone

Mit dieser Erfindung erlangte ein indischer Unternehmer auf der diesjährigen TED-Konferenz beträchtliche Aufmerksamkeit: Eine App, die Urin analysieren kann. Das klingt abwegiger als es ist. Für die Probe werden wie üblich Teststreifen benutzt, die durch Farbänderungen auffällige Werte im Harn anzeigen. Das Handy fotografiert den Teststreifen, analysiert das Bild und spuckt eine Einschätzung aus, mit welch grässlicher Krankheit man es zu tun haben könnte.

Nutzen: Prinzipiell dürfte das Testen des Urins zuhause und ohne konkreten Verdacht überflüssig sein. Solche Schnelltests liefern auch keine Diagnosen, sondern nur erste Anhaltspunkte etwa auf Diabetes oder Nierenerkrankungen.

Alternative: Urintests sind Standard bei den Check-ups, die der Hausarzt anbietet. Wer trotzdem zuhause seinen Harn testen möchte, kann die Streifen für wenige Cent pro Stück in der Apotheke kaufen. Ob die Software in der Auswertung des Ergebnisses besser ist als das Auge, ist unklar.