Kampf gegen das Rauchen New York will Tabak aus Auslagen verbannen

Zigaretten nur noch unter der Ladentheke: Geht es nach New Yorks Bürgermeister Bloomberg sollen in den Läden der Stadt keine Tabakprodukte mehr zu sehen sein. Doch erst jüngst scheiterte er mit einem anderen Gesundheitsvorhaben vor Gericht.

Es wäre ein großer Schritt für das Land der Tabakkonzerne: New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat einen Gesetzesvorschlag eingebracht, demzufolge Zigaretten in Geschäften nicht mehr sichtbar sein sollen. Wer dennoch rauchen will, der muss nach den Tabak fragen. Außerdem soll der Schmuggel und der illegale Handel eingedämmt werden.

Ziel der Intiative ist es, die Zahl der Raucher vor allem unter Jugendlichen zu reduzieren, so Bloomberg laut New York Times. In der Stadt stürben jedes Jahr 7000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, was die höchste Zahl der vermeidbaren Todesfälle darstellt.

Nun heißt der Plan also wegsperren für die Gesundheit: Zigaretten müssten in Kommoden, Schubladen, unter dem Ladentisch, hinter einem Vorhang oder anderen Orten aufbewahrt werden, die nicht sofort eingesehen werden können. Wie die New York Times berichtet, sagte Bloomberg bei einer Pressekonferenz, dass New York damit die erste Stadt in den USA würde, in der Zigaretten außer Sichtweite der Kunden verkauft werden. In England wurden Tabakwaren bereits 2012 aus den Auslagen der Supermärkte verbannt.

"Wir haben enorme Schritte eingeleitet, um das Rauchen in New York City zu bekämpfen, aber dieser Killer bedroht die Gesundheit unserer Kinder", sagte New Yorks Gesundheitsbeauftragter, Thomas A. Farley. Programme der Stadt zur Reduzierung des Tabakkonsums habe die Anzahl rauchender Erwachsener um nahezu ein Drittel gesenkt, erklärte Farley. Die Rate sei von 21,5 Prozent im Jahr 2002 auf 14,8 Prozent im Jahr 2011 gefallen.

Für Michael Bloomberg ist der Vorschlag ein weiterer Schritt in seinem langen Kampf gegen die Gesundheitsgefährdung der Bürger seiner Stadt. In Parks, auf Plätzen und am Strand ist das Rauchen schon strikt untersagt.

Bloomberg musste jedoch erst kürzlich eine herbe Niederlage auf seinem Feldzug einstecken. Sein Vorhaben, Softdrinks in XXL-Bechern verbieten zu lassen, scheiterte vor Gericht.