Influenza Ältere und Schwangere sollen sich impfen lassen

Die Grippewelle des vergangenen Jahres verlief ausgesprochen mild. Im kommenden Winter könnte sich dies jedoch ändern. Die Behörden raten Älteren und Schwangeren zur baldigen Grippeimpfung.

Ältere, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich jetzt wieder einen Termin für die Grippeschutzimpfung geben lassen. Das empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Der beste Termin für die Immunisierung sei der Oktober oder November. Nach der Impfung dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Schutz aufgebaut ist. Die Grippewelle beginnt in der Regel im Dezember oder Anfang Januar.

Allerdings bietet die Impfung laut RKI keinen hundertprozentigen Schutz. Das betreffe vor allem Ältere, deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht. Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, sei es wichtig, zu Personen mit Grippesymptomen Abstand zu halten und die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen. Für ältere und chronisch kranke Menschen kann eine Infektion mit den Grippeviren schwer verlaufen und sogar tödlich enden.

Wie die kommende Influenza-Saison wird, ist nur schwer vorherzusagen. Doch der Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, Peter Wutzler, rechnet mit einer stärkeren Grippewelle. Er beruft sich auf Daten der Südhalbkugel, wo derzeit Grippesaison ist. Die australischen Behörden hätten zu Beginn der Saison doppelt so viele Influenza-Fälle registriert wie im Vorjahreszeitraum, erklärte Wutzler. Erst jüngst seien drei Kinder unter sechs Jahren an den Folgen einer solchen Infektion gestorben.

Im vergangenen Winter verlief die Grippewelle in Deutschland ausgesprochen mild. Die Zahl der Influenza-bedingten Arztbesuche ist im vergangenen Jahr so niedrig gewesen wie seit acht Jahren nicht mehr, wie aus einer aktuellen RKI-Bilanz hervorgeht. Die Grippewelle begann erst Mitte Februar und damit relativ spät.Die Zahl der Krankenhauseinweisungen habe schätzungsweise bei 7.400 gelegen. Diese Zahl sei allerdings etwas höher als in früheren moderaten Wintern.