Wohnen Bauministerin Hendricks will Familien helfen, Wohneigentum zu kaufen

Bauministerin Barbara Hendricks spricht offenbar bereits mit Finanzminister Schäuble über ihre Pläne.

(Foto: AP)

Familien mit einem Einkommen unter 70 000 Euro sollen nach dem Willen der SPD-Politikerin bis zu 20 000 Euro Zuschuss bekommen. Die Union hat allerdings eine andere Idee.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will Familien mit einem staatlichen Eigenkapitalzuschuss von bis zu 20 000 Euro helfen, Wohneigentum zu erwerben. Für diesen Zuschuss sollten Familien mit einem Haushaltseinkommen bis zu 70 000 Euro im Jahr in Frage kommen, heißt es in einem internen Konzeptpapier des Bauministeriums, aus dem die Rheinische Post zitiert. Begründet wird der Vorschlag mit den steigenden Preisen auf dem angespannten Immobilienmarkt.

Der vorgeschlagene Eigenkapitalzuschuss solle das bestehende Wohneigentumsprogramm der Förderbank KfW bei Bau oder Ersterwerb einer selbst genutzten Wohneinheit ergänzen, heißt es in dem Papier. "Vorgeschlagen wird eine Förderung in Höhe von 8000 Euro pro Familie mit einem Kind, weitere 6000 Euro für ein zweites und 6000 Euro für ein drittes Kind", heißt es in dem Papier weiter.

Über den Zuschuss sei Hendricks bereits mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im Gespräch, sagte ein Ministeriumssprecher der Zeitung. Da die Pläne von SPD und Union nicht weit auseinander lägen, bestehe eine gute Chance, die Eigenheimförderung noch in dieser Legislaturperiode einzuführen.

Die SPD-Ministerin stellt dem Bericht zufolge ihr Zuschusskonzept dem CDU-Plan eines Baukindergeldes entgegen, dessen Wiedereinführung die Union auf dem Bundesparteitag am 6. und 7. Dezember beschließen will. Das Baukindergeld war integraler Bestandteil der Eigenheimzulage, die von 1996 bis 2006 existierte. Familien konnten pro Kind 800 Euro im Jahr steuerlich geltend machen.

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