Die Rente mit 67 ist im Kern ein berechtigtes und sinnvolles Anliegen. Aber in einem zentralen Punkt geht die Haltung von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen an der Realität vorbei.
Die Rente mit 67 macht vielen Menschen Angst. Sie befürchten, dass es für sie mit 60 Jahren aufwärts gar keine Jobs gibt und sie deshalb mit hohen Abschlägen in den Ruhestand gehen müssen oder zu Hartz-IV-Fällen werden. Würde die Regierung die Rente sofort einführen, wären diese Sorgen berechtigt. Doch die längere Lebensarbeitszeit kommt stufenweise in den nächsten 20 Jahren, und deshalb darf sie auch kommen.
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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verteidigt das Festhalten an der Rente mit 67. Die schrittweise Anhebung der Lebensarbeitszeit bis zum Jahr 2029 sei notwendig und auch vertretbar, sagte sie nach dem Kabinettsbeschluss in Berlin. (© dpa)
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Im Moment gibt es viel zu viele Unternehmen, die noch dem Jugendwahn huldigen und in deren Fabrikhallen und Büros sich die über 60-Jährigen an einer Hand abzählen lassen. Das Entscheidende ist aber, dass sich dieser Trend gerade umkehrt. In der Statistik werden in der Altersgruppe ab 60 Jahren jetzt mehr Arbeitslose mitgezählt, trotzdem hat sich in den vergangenen fünf Jahren die Beschäftigungsquote der Älteren deutlich erhöht.
Sie profitieren wie keine andere Gruppe von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt. Und dies wird auch in Zukunft der Fall sein, weil die Anreize zur Frühverrentung weggefallen sind und auf Grund sinkender Geburtenraten weniger junge Fachkräfte nachdrängen.
Es gibt aber keinen Anlass, die Lage schönzufärben. Wenn Arbeitsministerin Ursula von der Leyen sagt, dass schwer arbeitenden Menschen nicht zuzumuten sei, bis 67 körperlich hart zu schuften, hat sie recht. Ihre Vorstellung, man könne diese Menschen im Verkauf, im Büro oder in der Beratung einsetzen, geht bislang jedoch weit an der Realität vorbei.
Vorher müssen alle umdenken: Arbeitnehmer sollten bereit sein, ein Leben lang zu lernen. Und die Arbeitgeber müssen ihnen dafür auch die Möglichkeiten anbieten. Davon ist in vielen Betrieben allerdings noch nichts zu sehen.
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(SZ vom 18.11.2010/pak)
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nur darf man nicht dahinter gucken..da erschreckt man
Diese PolitikerInnen haben im ganzen Leben nicht eine einzige Mark oder einen einzigen Euro in die Sozialkassen eingezahlt. Sie beschließen weitab jedweder Realität über die in teilweise mehr als 45 Jahre hart erarbeiteten Rentenbeiträge anderer Menschen. Und das nur zum eigenen Vorteil. Dann können sie selber länger ihre Pöstchen behalten und 2 Jahre länger Volksvermögen abgreifen, bevor sie in den bestens bezahlten Ruhestand gehen. Und um für sich selber mehr abzocken zu können, streichen sie den Langzeitarbeitslosen die Zuschüsse für die Rentenversicherung. Sollen die Alten doch nach dem möglichen 1-Euro-Job des Job-Centers zum Sozialamt rennen, da gibt es dann ja vielleicht etwas. Und dann gibt es ja noch die Armenküchen. Mensch, da gibt es Essen gratis......
Soso, "die Älteren profitieren wie keine andere Gruppe von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt."
Hier zur Ernüchterung die Zahlen:
Zur Zeit sind 77% der 60- bis unter 65-jährigen ohne sozial abgesicherte Stelle; 62% überhaupt ohne Stelle (v.d. Leyen-Bericht), und diese Zahl wird optimistischen Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge mittel- bis langfristig über 50% bleiben.
Das heißt, auch langfristig ist nicht absehbar, dass mehr als die Hälfte der über 60-jährigen überhaupt einen Arbeitsplatz haben wird, geschweige denn einen sozial abgesicherten !
„Fachkräftemangel“ ? Fata Morgana ! (DIW)
Personalberater berücksichtigen Bewerbungen aus der Altersgruppe über 50 schlicht und einfach nicht, und da ist keine Änderung absehbar.
Die Rente mit 67 wird nicht erst in 20 Jahren kommen. Die Anhebung der Regelaltersgrenzr erfolgt schon ab 2012 zunächst in Ein-Monats-Schritten, so dass die Altersgrenze bis 2024 auf 66 Jahre steigt. Im Zeitraum 2025 bis 2031 wird die Arbeitsgrenze in Zwei-Monats-Schritten von 66 Jahren auf 67 Jahre angepasst.
D.h. für über 60% der Betroffenen beginnt bereits nächstes Jahr die Rentenkürzung !
Für über 50% der Betroffenen wird Rente mit 67 auch langfristig eine Rentenkürzung bedeuten.
Ist das nicht vielleicht beabsichtigt, um für die Begüterten (die die staatliche Rente nicht brauchen) die Rentenbeiträge weiter absenken zu können ?
Sehr geehrte Redaktion,
die Bewältigung der Folgen, verursacht durch den demogafischen Wandel, sei es im Bereich der Rentenversicherung oder der Krankenversicherung oder fehlender Fachkräfte, ist eine Aufgabe die alle- also die ganze Gesellschaft angeht und nicht nur die abhängig Beschäftigten.
Auch die , die morgens aufstehen um ihr Geld zur Arbeit zu bringen müssen ihren Teil dazu beitragen. Die bisherige Ansätze sind im Umfang unzureichend, einseitig zu Lasten der abhängig Beschäftigten und deshalb abzulehnen.
Sich selbst gönnen die Politiker höchste Bezüge nachdem sie ausgeschieden sind. Wie wäre es denn mal mit Hartz IV genauso wie für jeden anderen?
Und Frau v. d. Leyen. Sie hält sich für unwiderstehlich. Fakt ist, dass sie die Tochter v Albrecht ist und deshalb von Kindesbeinen an am Ar... geleckt wurde. Von sich aus hätte sie gar nichts geschaffen. Und das merkt man täglich bei ihrer Arbeit. Da hilft auch kein Grinsen in die Kameras.
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