Geldregen für den Staat: Die Aussichten des Fiskus auf höhere Steuereinnahmen verbessern sich mit jeder Steuerschätzung. Das gilt auch für die aktuelle Prognose.

Der Konjunkturaufschwung spült Bund, Ländern und Gemeinden zusätzliche Steuereinnahmen in die Kassen. Nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums könnten in diesem Jahr 19 Milliarden Euro zusätzlich im Vergleich zur Steuerschätzung vom November eingenommen werden.

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Der Fiskus kann sich in den kommenden Jahren auf massive Steuermehreinnahmen einstellen. (© dapd)

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Für die Zeit bis Ende 2014 könnten die Mehreinnahmen Medienberichten zufolge sogar auf 136 Milliarden Euro klettern, wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in einer Vorlage für den Arbeitskreis Steuerschätzungen vorrechne.

Das Gremium tritt an diesem Dienstag zu einer dreitägigen Sitzung in Fulda zusammen, um eine Prognose für die Steuereinnahmen bis 2015 abzugeben. Ergebnisse werden am Donnerstag veröffentlicht.

Den Berichten zufolge rechnet Schäuble mit zusätzlich 21 Milliarden Euro Steuereinnahmen im kommenden Jahr. 2013 würden der Prognose zufolge 47 und 2014 dann 49 Milliarden Euro mehr eingenommen. Damit werde bei den Steuereinnahmen 2012 erstmals wieder das Niveau vor Beginn der Finanzkrise 2008 übertroffen.

Insgesamt würden nach Schäubles Schätzung dieses Jahr 556 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen fließen. Bis 2015 gebe es dann eine kräftige Steigerung auf ein Allzeithoch von 655 Milliarden Euro.

Steuerzahlerbund erwartet 2012 Rekordeinnahmen 

Der Bund der Steuerzahler erwartet im kommenden Jahr die höchsten Steuereinnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik. Verbandspräsident Karl Heinz Däke sagte: "Wir müssen davon ausgehen, dass es in 2012 eine Rekordeinnahme geben wird."

Gründe dafür seien die konjunkturelle Erholung, sowie die sogenannte Progression. Der Einkommenssteuertarif sei so gestaltet, dass mit jedem Prozent, das man zusätzlich verdiene, der Steuersatz um fast zwei Prozentpunkte steige.

Däke forderte daher eine Korrektur des Einkommenssteuertarifs. Diese sei selbst dann möglich, wenn ein Großteil der Steuereinnahmen für den Abbau der Neuverschuldung verwendet würde.

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