Anleger wetten darauf, dass die europäische Währung durch die Griechenland-Krise noch schwächer wird. Politik und Justiz wittern eine Verschwörung.
Als Großinvestor George Soros 1992 erfolgreich das britische Pfund angriff, wurden Hedgefonds zum Buhmann der Politiker. Heute müssen sie wieder als Feindbild herhalten. Europa bangt um den Euro, die Staatsanleihen vieler Mittelmeerländer stehen unter Druck - und Europa nimmt die Spekulanten ins Visier.
Die Griechenland-Krise zieht den Euro in die Tiefe - Politik und Justiz wittern eine Hedgefonds-Verschwörung. (© Foto: dpa)
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Der Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, drohte Zockern mit "Folterwerkzeugen", falls sie Griechenland weiter in die Enge treiben. Und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will den Handel mit Kreditausfallversicherungen, den Credit Default Swaps (CDS), einschränken.
Mit Wetten gegen griechische Staatsanleihen und den Euro ließ sich zuletzt viel Geld verdienen. Noch im November 2009 hatte die Gemeinschaftswährung ein Jahreshoch bei 1,51 US-Dollar erreicht. Seitdem hat sie mehr als zehn Prozent an Wert verloren und steht nun bei 1,36 Dollar. Hauptgrund für den Einbruch sind die Finanznöte Griechenlands.
Griechenlands Kreditrisiko steigt
Das große Staatsdefizit und die hohe Verschuldung Athens haben an den Märkten Wetten auf einen Staatsbankrott ausgelöst, verheerende Folgen für den Euro eingeschlossen. Wer griechische Staatsanleihen gegen eine Pleite versichern will, muss dafür drei Mal so viel zahlen wie Ende Oktober. Die Absicherung von Papieren im Wert von zehn Millionen Euro kostet inzwischen 314.500 Euro, zeitweise betrug die Prämie sogar 420.000 Euro.
Der kräftige Preisanstieg in den vergangenen Monaten spiegelt das gestiegene Kreditrisiko Griechenlands wider. Entsprechend hohe Gewinne konnten Investoren mit den Instrumenten machen, die mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz erlauben, auf eine steigende Ausfallwahrscheinlichkeit zu setzen.
Experten zufolge haben die CDS-Geschäfte den Anstieg der Renditen griechischer Staatsanleihen verstärkt. Die Regierung in Athen muss derzeit für Kredite mit zehn Jahren Laufzeit 2,9 Prozentpunkte mehr Rendite bieten als die Bundesregierung.
Während Spekulanten durch ihre Käufe die CDS-Prämien in die Höhe katapultierten, fiel der Wert griechischer Anleihen. Das wiederum bringt die Käufer der Staatspapiere in die Bredouille: Versicherungen und Pensionsfonds müssen eventuell Abschreibungen vornehmen.
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Die geilen Raubritter stürzen sich nun auf Griechenland um es zu verflättern. Das ergibt dann Zustände wie in Afghanistan - alle 10 Kilometer ein anderer Landlord.
Also eigentlich müsste der Dollar gerade abschmieren, weil die USA Dollars wie verrückt ohne Gegenwert drucken.
Tut er aber nicht, weil die Informationshoheit in den USA und bei US-Firmen liegt.
Mit dem gegenwertslosen Drucken wird die Dollarbesitzende Welt kalt enteignet. Vielleicht hofft man auch in dem angerichteten Chaos doch wieder mit der Dollarraum-Sicherheit (für die Unsicherheit außerhalb sorgt man mit konventionellen und wirtschaftlichen Kriegen selbst) trotz Entwertung mit dem Sicherheitsmehrwert, diese auszugleichen. So oder so werden die Besitzer des Dollars ihr Schäfchen ins Trockene bringen. Es sei denn....
Die Euro-Länder zusammen mit China haben soviele Dollars, dass sie diese us-gesteuerten Hedge-Fonds niederwalzen könnten. Und es wäre die geniale Gelegenheit endlich aus dieser Schrottwährung nahmens Dollar auszusteigen. Bislang hieß es immer wer zu erst aussteigt stürzt alle anderen rein, aber das ist ja eine entgegenkommende Kaufwelle. Bis die merken, dass den Dollar keiner mehr will, sind wir den schon soweit los, dass ein 1 Euro-2 Dollar-Verhältnis nur noch den Amis und Golfis wehtut.
Also EU und China (die sind zum Glück enorm verschwiegen) in den Krieg!
.... und sie wurde überzeichnet ! Das können selbst die eidgenössischen Staatsanleihen nicht immer erreichen bei ihrer Emission.
Sie sehen: die Suppe wird selten so heiss gegessen, wie sie gekocht wurde.
Der Euro hatte in den vergangen 3 Jahren eine Schwankungsbreite gegenüber dem $ von rund 35 Cent (1,25 bis knapp 1,60). Im Grunde ist also jetzt nichts Außergewöhnliches passiert. Aussagekräftiger wäre der effektive oder multilaterale Wechselkurs. Er zeigt wie eine Währung und die dahinter stehende Wirtschaftskraft wirklich weltweit dastehen. Aber dieser wird leider nicht veröffentlicht, bzw. er kann objektiv nicht sauber ermittelt werden, weil China seine Währung selbst indiziert.
"Durch Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet."
Grund: Spiel und Wette sind gefährlich (Spielleidenschaft, -sucht). Beiden Verträgen verleiht die deutsche Rechtsordnung daher nur geminderte Wirksamkeit.
Das gilt natürlich nur für Ottonormalspieler oder -wetter. Im großen Rahmen ist das natürlich alles super ... wie man sieht.
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