Recycling von Elektroschrott Illegale Ausfuhren nach Afrika und Asien verhindern

In ihnen stecken neben Gold, Silber und anderen Rohstoffen auch die Metalle der Seltenen Erden wie Yttrium. Die kommen zwar häufig in der Erdkruste vor, aber meist nicht in der nötigen Konzentration, um sie wirtschaftlich zu gewinnen. China hat hier das Monopol und liefert 97 Prozent der Weltproduktion. Zeitweise hat das Land den Export stark gedrosselt - und so die Preise nach oben getrieben.

Beim Metallverwerter Umicore werden die Seltenen Erden im Verarbeitungsprozess aus der Schlacke quasi Huckepack mit Gold, Silber und Palladium zurückgewonnen. Ein schwieriger und teurer Prozess. "Wirtschaftlich ist das derzeit bei Akkus von Elektro-Autos, weil es für deren Recycling aus Sicherheitsgründen eine Zuzahlung vom Lieferanten gibt", sagt Hagelüken. Für die meisten Entsorgungsunternehmen wie Alba R-plus lohnt sich dieser Teil des Geschäfts nicht. Viele Unternehmen fordern neue Sammelmethoden in Deutschland, damit Handys und Laptops nicht jahrelang herumliegen, bevor sie in den Recycling-Kreislauf gelangen.

Wichtiger sei aber, illegale Ausfuhren nach Afrika und Asien zu verhindern. Der Export von Schrott ist eigentlich verboten. Oft landen alte Geräte aber als Gebrauchtwaren deklariert in ärmeren Ländern, weil dies ist ein lukrativeres Geschäft ist. Dort werden sie per Hand auseinandergebaut, einzelne Teile über offenem Feuer verbrannt, um an die Metalle zu gelangen. Ein Prozess, bei dem viele wertvolle Stoffe verloren gehen. Arbeiter ruinieren darüber hinaus ihre Gesundheit und die Umwelt leidet.

Recycler ärgern sich auch über das gedankenlose Design der Geräte. Bevor sie ein Handy verwerten können, müssen sie den Akku entnehmen. Ist der fest eingebaut wie beim iPhone von Apple, wird es schwierig. Auch Flachbildschirme lassen sich schlecht auseinander nehmen, weil sie Quecksilber enthalten. Für Wiederverwerter wäre es hilfreich, wenn sich Hersteller schon am Anfang überlegen würden, wie sich ihre Geräte am Ende wieder auseinander bauen lassen. Das ist bislang jedoch die Ausnahme.