Prepaid, Flatrate oder Kombiangebot Welcher Handyvertrag ist der richtige für mich?

Überall und unbegrenzt in alle Netze telefonieren: Teure Flatrates machen es möglich.

(Foto: AFP)

Vieltelefonierer, Vielsurfer, Wenignutzer: Bevor man sich für einen Handyvertrag entscheidet, sollte man die eigenen Nutzungsgewohnheiten erforschen. Was bei der Wahl der verschiedenen Vertragsangebote zu beachten ist - und ob sich der Kauf eines gebrauchten Handys lohnt.

Von Lukas Köhler

Welcher Handyvertrag für einen persönlich der richtige ist, hängt natürlich von den persönlichen Telefon- und Surfgewohnheiten ab. Eine allgemeingültige Empfehlung lässt sich hier kaum geben. Zwar bewerben die Anbieter aktuell vor allem Flatrates, die es ermöglichen, zu einem Pauschalpreis unbegrenzt in alle Netze telefonieren und im Internet surfen zu können. Mit Preisen zwischen 30 und 90 Euro pro Monat sind diese eigentlich komfortablen Tarife allerdings auch recht teuer.

  • Abrechnung nach Verbrauch: Falls Sie nur wenig mit ihrem Smartphone telefonieren, lohnen sich oftmals Angebote, bei denen Sie nur das bezahlen, was Sie im letzten Monat verbraucht haben, oder auch Pakete mit Inklusivminuten, -SMS und kombinierter Datenflat. Solche Pakete gibt es schon ab zehn Euro pro Monat. Als Ausgangsbasis lohnt sich ein Blick in Ihre bisherigen Mobilfunkrechnungen, um Ihren bisherigen durchschnittlichen Minuten-, SMS- und Datenverbrauch zu ermitteln.
  • Kombiangebote mit Surfflatrate: Discount- und Prepaid-Anbieter bieten oftmals interessante Kombiangebote, bei denen meist auch eine Surfflatrate schon inklusive ist. So müssen Sie sich keine Sorgen machen über die Kosten, wenn Sie unterwegs Youtube-Videos laden oder Nachrichtenseiten lesen. Die einzige Beschränkung gibt es meist in der Surfgeschwindigkeit. Um den exzessiven Datenverbrauch einzuschränken, haben alle Anbieter Surfbremsen eingebaut. Bei Überschreiten der vertraglich vereinbarten Datenmenge surft das Smartphone nicht mehr mit der bei 3G oder LTE schnellstmöglichen Bandbreite, sondern nur noch so langsam wie früher mit Modems. Zwar entstehen keine Kosten bei Überschreiten der Grenze, doch können der langsame Seitenaufbau oder Versand von großen E-Mails frustrieren. Als Einsteiger sollte man hier ein Paket wählen, in dem mindestens 100 Megabyte Highspeed-Volumen inklusive sind.

Übrigens: Auch die eingangs erwähnten "All-inklusive"-Angebote haben immer eine Geschwindigkeitsbremse eingebaut.

  • Flexibler Tarif: Mit einem Smartphone ändern sich häufig auch die Nutzungsgewohnheiten, weshalb ein flexibel anpassbarer Tarif meist besser ist als ein starrer Zwei-Jahres-Vertrag. Aus diesem Grund sollte man schon bei Vertragsabschluss klären, inwieweit Optionen hinzugebucht oder abgewählt werden können.
  • Netzqualität: Schließlich sollte man bei der Wahl des Anbieters auch berücksichtigen, in welchem Netz dieser arbeitet. In Städten und größeren Ballungsgebieten gibt es heutzutage kaum noch Unterschiede in der Netzqualität der vier großen Anbieter Telekom, Vodafone, o2 und E-Plus. Doch schon in den Randbereichen und in ländlicheren Gegenden kann es gravierende Unterschiede geben, wie der jährliche Test der Fachzeitschrift connect zeigt. Das beste Datenpaket hilft nichts, wenn am Haupteinsatzort des Smartphones kein schneller 3G-Empfang möglich ist.