Google gibt die kostenlose Navigationssoftware für das Handy-Betriebssystem Android auch für Deutschland frei - und bringt so andere Anbieter in Schwierigkeiten.
Google bietet seit Mittwoch auch in Deutschland eine Navigationssoftware für seine Android-Handys an. Mit der kostenlosen Software erhöht der Internetkonzern den Druck auf den Markt mit kostenpflichtigen mobilen Navigationslösungen.
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Neben der kostenlosen Navigations-App bietet Google ab sofort auch eine deutsche Sprachsteuerung an. (© ag.ap)
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Die Google Navigation lässt sich aus dem Internet aufs Handy laden und navigiert per GPS-Signal auch mit Sprachsteuerung zu den eingegebenen Adressen. Es genüge, einfach den Namen eines Geschäfts oder einen Suchbegriff wie "Pizza" einzugeben, sagte Google- Softwareentwickler Wieland Hofelder am Mittwoch.
Gleichzeitig schaltete Google eine neue, sprachgesteuerte Suche in Deutschland frei. Die ebenfalls im Netz frei verfügbare Anwendung soll angeblich selbst lange Wörter, Kombinationen aus englischen und deutschen Begriffen sowie Abkürzungen erkennen.
Suche per Sprachbefehl
Nach der Installation lässt sich die "Search by Voice"-Funktion für die Internetsuche auf dem Handy nutzen. Rein technisch könne die Sprachsteuerung auch auf einem PC funktionieren, sei dafür aber noch nicht ausgelegt, sagte Hofelder.
Während Googles Navigationssoftware ausschließlich auf Handys mit dem firmeneigenen Android-Betriebssystem (ab der Version 1.6) läuft, lässt sich "Search by Voice" auch auf anderen Smartphones wie dem iPhone, dem Blackberry und Geräten mit Nokias Symbian S60- Betriebssystem nutzen.
Suchindex mit Koffein
Bereits zuvor hatte der Konzern angekündigt, seine Suche weltweit zu beschleunigen. Der Internetriese stellte seine Websuche dafür auf einen neuen Suchindex namens Caffeine (Koffein) um, wie Google im Unternehmensblog mitteilte.
Dadurch seien die Suchergebnisse 70 Prozent aktueller als bislang. Auch sollen Nutzer deutlich mehr Internetseiten als bislang finden können. Der Suchindex liegt hinter der Suchmaschine von Google: Wenn ein Nutzer eine Suchanfrage startet, wird nicht jedes Mal das Internet selber durchsucht, sondern der Index. Der Index wiederum wird im Hintergrund aber laufend aktualisiert.
Das konnte laut Google durch den Aufbau des alten Indexes, der in mehreren Ebenen organisiert war, jeweils ein paar Wochen dauern. Nun werde das Web "in kleinen Portionen" analysiert und der Suchindex dadurch laufend aktualisiert. In jeder Sekunde verarbeitet Caffeine laut Google hunderttausende Internetseiten.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/joku/holz)
aber ein wenig Konkurrenz kann nicht Schaden. Wenn Google alle aus dem Markt drängt, dann ist das nicht gut. Man sieht das bei Microsoft.
Und da kann man auch nicht von links unten versuchen, einzuklagen.
Wirtschaft ist wie ein Sportereignis. Da macht es einfach keinen Spaß, wenn man vorher ein "faires Ergebnis" beantragen kann.