Studieren im Ausland Was bietet ein Erasmus-Stipendium?

300 Euro "Mobilitätszuschuss" - leben können Studenten von einem Erasmus-Stipendium im Ausland zwar nicht. Aber das EU-Programm hat enorme Vorteile, wenn Fernweh möglichst unbürokratisch gestillt werden soll.

Mit dem Bildungsprogramm Lebenslanges Lernen will die EU die internationale Zusammenarbeit und den Austausch in der Bildung vorantreiben. Erasmus, das Teilprogramm für den Hochschulbereich, soll Dozenten und Studenten Aufenthalte im Ausland ermöglichen.

Ein Erasmus-Stipendium ist wohl eine der unkompliziertesten Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen: Leben kann man von den maximal 300 Euro "Mobilitätszuschuss" zwar nicht, aber feste Strukturen und langjährige internationale Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen helfen, das Fernweh relativ unbürokratisch zu stillen. Immerhin haben seit dem Start des Programms 1987 schon mehr als zwei Millionen Studenten dank Erasmus im Ausland studiert.

Erasmus-Studenten gehen für einen Zeitraum von drei Monaten bis zu einem Jahr an eine Partnerhochschule ihrer eigenen Alma Mater in einem EU-Land oder in den am Programm beteiligten Staaten (Norwegen, Island, Liechtenstein, Türkei, Schweiz und Kroatien). Sie zahlen keine Studiengebühren und ihre Studienleistungen werden zu Hause dank des European Credit Transfer Systems in der Regel ohne Verhandlungen mit dem Prüfungsamt anerkannt.

Außerdem gibt es zur Vorbereitung des Auslandsaufenthalts kostenlose Intensiv-Sprachkurse für weniger verbreitete Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch ausgenommen). Und auch im Gastland wird man nicht alleine gelassen: Viele Hochschulen bieten eine Betreuung während des Aufenthalts an und helfen bei der Unterkunftsuche, organisieren Einführungsveranstaltungen, Ausflüge oder Kennenlern-Partys.

Wie bekomme ich ein Erasmus-Stipendium? Die Antwort erfahren Sie hier.