Zugunglück Unglückszüge von Bad Aibling warten in Riem auf dem Abstellgleis

Die Waggons der beiden Meridian-Züge, die bei Bad Aibling frontal ineinander gefahren sind.

(Foto: Florian Peljak)
  • Die Waggons der beiden verunglückten Meridian-Züge sind auf ein Abstellgleis gebracht worden.
  • Nach Abschluss der Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft soll entschieden werden, ob sie repariert oder verschrottet werden.
  • Bei dem Zusammenstoß auf eingleisiger Strecke waren elf Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden.

Sie sind mit weißen Planen verhüllt und stehen auf speziellen Flachwagen: Waggons der beiden Meridian-Züge, die am Dienstag vor drei Wochen bei Bad Aibling frontal ineinander gefahren sind.

Bei dem Zusammenstoß auf eingleisiger Strecke waren elf Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden. Die Waggons sind auf einem Gleis neben dem Münchner S-Bahnhof Riem abgestellt, auf der die Deutsche Bahn (DB) normalerweise Baumaterialien lagert. Sie werden von einem Sicherheitsdienst bewacht.

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Weder die DB noch der Meridian-Betreiber Bayerische Oberlandbahn (BOB) wollten den Vorgang bestätigten. Bei der DB hieß es: "Für wen wir was, wann, wohin fahren, dazu sagen wir nichts." Die BOB teilte mit, dass zum Standort der Züge leider keine Angaben gemacht werden könnten.

Nach Abschluss der Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft sollen die Wagen- und Fahrzeugteile zusammen mit den beschlagnahmten Triebwagen begutachtet werden, um zu entscheiden, ob sie repariert oder verschrottet werden. Für die Rettungs- und Hilfskräfte des Zugunglücks findet im Münchner Liebfrauendom am 7. März ein ökumenischer Gottesdienst statt. Text: SZ; Foto: Florian Peljak