Zivilprozess Freistaat will mehr Geld von Hubert Haderthauer

Der Freistaat Bayern will jetzt noch mehr Geld von dem derzeit vom Dienst suspendierten Ingolstädter Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer einfordern. Er soll Laborleistungen zu Unrecht abgerechnet haben, die er im Auftrag von Strafgerichten angefertigt hatte. An diesem Mittwoch hätte das Landgericht München I im Zivilverfahren darüber entscheiden sollen, ob Haderthauer tatsächlich Honorare in Höhe von 48 401 Euro zurückzahlen muss. Der Termin ist nun geplatzt, weil der Freistaat seine Klage erweitert hat. Haderthauer soll jetzt mehr als 89 000 Euro zurückzahlen. Die höhere Summe ergibt sich daraus, dass der Zeitraum der Rückforderungsansprüche erweitert wurde. Haderthauers Anwalt Gerd Tersteegen sagte, die Ansprüche seien bereits nach drei Jahren verjährt gewesen. Der Freistaat geht indes von einer zehnjährigen Verjährungsfrist aus. Das Gericht hatte bereits bei der Verhandlung im September durchblicken lassen, die Klage des Freistaats habe wenig Aussicht auf Erfolg.