Vor dem Parteitag AfD-Landeschef Petr Bystron kündigt Rückzug an

Bystron kündigte an, er wolle sich auf sein Bundestagsmandat konzentrieren.

(Foto: Peter Kneffel / dpa)

Der 44-Jährige ist in der Partei nicht unumstritten, seit bekannt ist, dass er vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet wird.

Der bayerische Landeschef und Bundestagsabgeordnete der AfD, Petr Bystron, will sein Vorstandsamt aufgeben. "Ich werde beim Parteitag in Greding nicht mehr für das Amt des Landesvorsitzenden kandidieren", sagte Bystron dem Münchner Merkur. "Die anstehende Landtagswahl ist die wichtigste Wahl für die bayerische AfD. Die Aufgabe, den Wahlkampf zu führen, erfordert viel Zeit und Energie. Die kann ich neben meinem Abgeordnetenmandat nicht aufwenden."

Bystron kündigte an, er wolle sich auf sein Bundestagsmandat konzentrieren, stehe im Wahlkampf der AfD in Bayern aber beratend zur Seite. Bystron, 44, ist in der Partei nicht unumstritten, seit bekannt ist, dass er wegen Äußerungen zur Identitären Bewegung (IB) vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet wird.

Er wolle den Landesverband nicht in Gefahr bringen, unter die Beobachtung des Verfassungsschutzes zu geraten, soll Bystron den Rückzug begründet haben. Dem Vernehmen nach wollen sich bei dem Parteitag mehrere Kandidaten bewerben, vor allem aus der neu gegründeten Bundestagsfraktion der AfD.

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