Die EADS-Tochter Eurocopter will den Standort bei München aufgeben. Die 630 Mitarbeiter können bleiben - unter einer Bedingung.
Die EADS-Hubschraubertochter Eurocopter konzentriert ihre Produktion und ihre Entwicklung künftig in Donauwörth. Den 630 Mitarbeitern am Standort Ottobrunn bei München hat die Geschäftsführung am Dienstagnachmittag bekanntgegeben, dass im Zuge des Umstrukturierungsprogramms "Shape" der Ottobrunner Standort aufgegeben wird. Das erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus informierten Kreisen.
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Die EADS-Tochter Eurocopter wird nach Donauwörth umziehen. (© Foto: AFP)
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Allen 630 Mitarbeitern wird der Arbeitsplatz im mehr als 120 Kilometer entfernten Donauwörth garantiert, wo Eurocopter in ein umfassenderes Technologiezentrum investieren will. Dieses soll bis 2012 fertig sein.
Auslöser für den Umzug der Ottobrunner Niederlassung sind dramatische Einbrüche in der Hubschrauberfertigung in Folge der Wirtschaftskrise, von einem Rückgang um bis zu 70 Prozent ist in Firmenkreisen die Rede.
Die ursprünglich ganz in Ottobrunn angesiedelte Hubschrauberentwicklung und Hubschrauberfertigung wurde seit 1997 in mehreren Schritten nach Donauwörth verlagert.
Die Firmenführung hatte dabei stets - und zuletzt im Jahr 2007 - bekräftigt, dass am Standort Ottobrunn festgehalten werden solle. "Eine Zeitplanung" für den nunmehr kompletten Umzug "steht noch nicht", so erklärte Firmensprecherin Melanie Wolf auf Nachfrage.
Weltweit hat Eurocopter etwa 16.000 Arpeitsplätze. Der Hauptsitz ist Marignane in Frankreich mit über 6600 Beschäftigten.
In Deutschland hat das Unternehmen drei Standorte: den heutigen Hauptsitz Donauwörth mit über 4100 Arbeitsplätzen, 85 Beschäftigte am Reparatur- und Trainingsstandort in Kassel und etwa 600 Mitarbeiter im Bereich Entwicklung in Ottobrunn.
Schon seit den 1990er Jahren verlagert Eurocopter Arbeitsplätze aus der Region München nach Nordschwaben. 200 wurden im Sommer 1997 gestrichen, 650 nach Donauwörth verlagert - trotz des Protests der hiesigen Kommunalpolitiker.
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(sueddeutsche.de/bica/gba)
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Was soll man sagen? Der Standort Ottobrunn - besser gesagt: der ehemalige Hochtechnologiebereich Taufkirchen, der örtlich den Ottobrunnern vor der Nase liegt, steuerlich aber den Taufkirchnern Einnahmen beschert, wird ausgedünnt. EADS - nach Manching. BOSCH - weg ins Umland. LFK - über einen Umweg in Unterschleissheim wohl nach Schrobenhausen. IABG und ASTRIUM sind durch teure Spezialtechnik wohl noch ein wenig länger am Standort, wohl aber schon "angezählt". Auf dem intern als "Handwerkshof" betitelten Gelände ist eurocopter hier nur noch ein kleiner Betrieb, dessen Gewerbesteuerausfälle sich durch geplante China-Werkzeug-Distributoren oder Billiglohnland-Holzmöbel-Outlets mehr als kompensieren lassen. Der Flugbetrieb am Standort ist seit 2007 auf ein Minimum für den örtlichen Helikopter-Transportdienstes HTM reduziert worden - wo "eurocopter" drauf steht (am Hangar), ist eine private Flugfirma drin.Ob nun die in den frühen 70ern hier beschäftigten Leute, deren Wohlstand sich die Anschaffung eines Domizils entlang des Haidgrabens erlaubte, als Pensionäre keinen Fluglärm mehr ertragen wollen, ist hoffentlich nur übles Gerede. Fakt ist: keine Hubschrauberfirma kommt ohne Starts und Landungen (20 pro Tag sollten es schon sein) aus - momentan sind es nur die "Taxi"-Helikopter der EADS, welche die ca. 5 Flugbewegungen täglich verursachen.
In Donauwörth hingegen ist eurocopter der Platzhirsch. Die knapp-20tausend-Seelen-Gemeinde dürfte durch das steuerliche Füllhorn dieser Firma ihr wohl weitaus mehr entgegenkommen, als es der satte, ruhe- und shopping-bedürftige Münchner Süden jetzt noch vermag, ohne sich in lokalpolitischen Reibereien zu vergaloppieren. Nur - wer möchte sich dorthin verlagern? Daher ist das "Versprechen" auf Erhalt der 630 Arbeitsplätze nur mit der Gewissheit erklärbar, dass ca. 1/3 der Mitarbeiter des Standortes Ottobrunn als Reibungsverlust abspringen. Gekniffen: wieder mal die Familien, denen nach einem Umzug nach Donauwörth wohl mehr Platz, mehr Ruhe, mehr Landschaft... aber auch deutlich weniger qualifizierte Arbeitsplätze geboten werden. Ausser... ja, da war doch noch eurocopter...
Der Artikel ist etwas dünn.
Weder ist dort erwähnt warum der Standort Donauwörth von Eurocopter bevorzugt wird (Steuerersparnis?, Villa vom Vorstand in der Nähe?), noch wird die im Titel erwähnte "eine Bedindung" näher erläutert.
Was sind schon 240km tägliches Pendeln, wir leben schließlich in einer mobilen Arbeitswelt, mit modernen Kommunikationstechniken.
Ironie Ende, bin froh nichts mehr damit zu tun zu haben.
Hut ab !
Ich verneige mich vor soviel Sachkenntnisse und Intelligenz
Was ein Toller Kommentar :-)))))))))))
Eine Firma mit Sitz in Frankreich.
Daimler sei gewarnt.