Krankenhaus Donauwörth 24 Menschen an Norovirus erkrankt

Das vom Robert Koch-Institut veröffentlichte Handout zeigt eine elektronenmikroskopische (EM) Aufnahme des gefährlichen Norovirus.

(Foto: dapd)

Der hochansteckende Norovirus grassiert in der Klinik von Donauwörth. Betroffen sind mehr als zwei Dutzend Menschen - darunter sind sowohl Patienten als auch Pflegepersonal.

Im Krankenhaus von Donauwörth grassiert das hochansteckende Norovirus. Auf drei verschiedenen Stationen sei der Erreger in den vergangenen zwei Wochen bei insgesamt 24 Menschen festgestellt worden, teilte das zuständige Gesundheitsamt am Montag mit und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks. Bei drei weiteren Personen mit ähnlichen Symptomen seien die Viren noch nicht nachgewiesen worden.

Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben der Klinik sowohl um Patienten als auch um Pflegepersonal. Die meisten seien bereits wieder nach Hause entlassen worden. Sechs Patienten würden noch wegen der Magen-Darm-Erkrankung stationär behandelt.

Um eine Ausbreitung der gefährlichen Viren zu verhindern, wurden strenge Hygienevorschriften für die Stationen erlassen. "In der Regel wird dieses Virus von Patienten oder Besuchern ins Haus getragen. Aktiv werden können wir erst, wenn die Krankheit ausbricht", sagte Klinik-Vorstand Gerhard Wurm.

Das Norovirus gehört zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. Es ist sehr leicht übertragbar, verstärkte Ansteckungsgefahr herrscht etwa in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Schulen oder eben auch Krankenhäusern.

Vor dem Magen-Darm-Virus kann man sich am besten durch penible Händedesinfektion schützen, erklärte Wurm. Allein Wasser und Seife zum Händewaschen zu benutzen würde jedoch nicht ausreichen, empfehlenswert sei die Verwendung eines handelsüblichen Handdesinfektionsmittels.