Großeinsatz in Füssen Zehn Mönche bei Feuer in Kloster verletzt

Mehrere Stunden benötigten die Einsatzkräfte der Feuerwehr, um den Brand in Füssen zu löschen.

(Foto: dpa)

Im Zimmer eines 100-jährigen Mönches im Franziskanerkloster in Füssen ist ein Brand entstanden. Mehrere Menschen wurden verletzt, der 100-Jährige schwebt in Lebensgefahr. Die Allgäuer Rettungskräfte konnten das Feuer erst Stunden nach dem Ausbruch unter Kontrolle bringen.

Großeinsatz in Füssen im Allgäu: Mehr als 150 Rettungskräfte haben mehrere Stunden benötigt, um ein Feuer im Franziskanerkloster unter Kontrolle zu bringen. Bei dem Brand wurden zehn Mönche verletzt, einer der Mönche schwebt in Lebensgefahr. Auch ein Feuerwehrmann und eine Polizistin erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.

Das Feuer entstand im Zimmer eines 100-jährigen Mönches. Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Möglicherweise geriet eine Kerze oder eine Heizdecke in Brand, sagte Andreas Ruepp vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West zu Süddeutsche.de. Die Kripo Memmingen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der 100-Jährige wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik für Brandopfer gebracht. Er schwebt in Lebensgefahr.

Der erste Notruf war gegen 6.30 Uhr am Sonntagmorgen bei der Polizei eingegangen. Der Schaden am Gebäude beträgt mindestens 100.000 Euro, außerdem sind einige kunsthistorische Gegenstände zerstört worden, deren Wert noch beziffert werden muss.

Das Kloster, das am Franziskanerplatz am Rande der Füssener Altstadt direkt am Lech liegt, wurde nach Angaben des Ordens 1628 auf Wunsch von Bürgern der Stadt errichtet. 1836 wurde der Konvent in die bayerische Franziskanerprovinz aufgenommen. 1979 übernahm die Diözese Augsburg das Eigentumsrecht und renovierte Kloster und Kirche. Heute ist der Konvent den Angaben zufolge wegen seiner baulichen Beschaffenheit ein bevorzugter Lebensort für ältere Mitbrüder, die dort ihren Lebensabend verbringen.